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Gerd Natschinski. Foto: Hufner
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Personalia 2015/09

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Natschinski, Riccardo Chailly, Nick Pfefferkorn
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Gerd Natschinski +++ Riccardo Chailly folgt Claudio Abbado nach +++ Pfefferkorn zu Breitkopf

Gerd Natschinski

Er hat DDR-Musikgeschichte geschrieben: Der Komponist Gerd Natschinski, der jetzt am 4. August im Alter von 86 Jahren in Berlin gestorben ist. Er schrieb zahlreiche Lieder und mehr als ein Dutzend Musiktheaterstücke – darunter das berühmte Musical „Mein Freund Bunbury“ nach Oscar Wilde. Natschinski war Meisterschüler von Hanns Eisler. Mit 24 Jahren wurde er 1952 Chefdirigent des Großen Tanz- und Unterhaltungsorchesters beim (Ost-)Berliner Rundfunk. Von 1978 bis 1981 war er auch Intendant des Ost-Berliner Metropol-Theaters.

Riccardo Chailly folgt Claudio Abbado nach

Der Tod Claudio Abbados Anfang 2014 hat eine große Lücke im Musikleben gerissen. Eine davon soll nun geschlossen werden: Wie das Lucerne Festival mitteilte, wird Riccardo Chailly mit Beginn des Sommer-Festivals 2016 die Leitung des Lucerne Festival Orchestra übernehmen. Chaillys Vertrag ist auf fünf Jahre angelegt und sieht vor, dass er das Orchester in vier bis fünf Konzerten während der Fes­tivalsommer dirigiert.

Claudio Abbado hatte den, unter anderem aus namhaften Solisten und Mitgliedern renommierter Orchester zusammengestellten, Klangkörper 2003 zusammen mit Intendant Michael Haefliger gegründet. Die Aufführungen und Einspielungen unter seiner Leitung wurden immer wieder als Sternstunden intensiv-erfüllten Musizierens gepriesen.

Riccardo Chailly, 1953 in Mailand geboren, ist seit 2005 Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorches­ters Leipzig und seit Januar 2015 Principal Conductor an der Mailänder Scala. An der Scala war er im Alter von 18 Jahren als Assistent auch Abbado begegnet, dessen Erbe er nun in Luzern antritt. Entsprechend bewegt kommentierte er seine Ernennung: „Für dieses herausragende künstlerische Projekt verantwortlich zu sein, das Claudio Abbado initiiert hat, ist nicht nur ein Privileg, sondern berührt mich zutiefst.“

Claudio Abbado bildete mit seiner Offenheit fürs Zeitgenössische auch eine Brücke zur 2004 von Pierre Boulez und Intendant Haefliger ins Leben gerufenen Lucerne Festival Academy. Es bleibt abzuwarten, wie Chaillys Wirken sich diesbezüglich auf das Gefüge des Festivals auswirken wird. jmk

Pfefferkorn zu Breitkopf

Der Leipziger Musikverleger Nick Pfefferkorn tritt am 1. September in die Geschäftsleitung des Buch- und Musikverlags Breitkopf & Härtel ein. Wie der Verlag mitteilte, wird Pfefferkorn an der Seite der Geschäftsführenden Gesellschaf­terin Lieselotte Sievers und des Kaufmännischen Leiters Sebastian Mohr in Wiesbaden als Verlagsleiter für die Bereiche Lektorat, Werbung und Herstellung verantwortlich sein. Der in Leipzig seit 1996 bestehende Pfefferkorn-Musikverlag wird von Pfefferkorn auch in Zukunft weitergeführt.

 

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