Gera - Der diesjährige Internationale Heinrich-Schütz-Preis geht an den Musikwissenschaftler Werner Breig. Der 89-Jährige war bis 1996 Herausgeber des Schütz-Jahrbuchs. Zudem edierte er mehrere Bände der Neuen Schütz-Ausgabe.
Breig setze mit seinen akribisch edierten Notenausgaben wissenschaftliche Maßstäbe und schaffe so auch die Voraussetzungen für eine aktive Pflege des musikalischen Erbes im Konzertleben, begründete die Intendantin des Heinrich Schütz Musikfestes, Christina Siegfried, die Entscheidung.
Mit der undotierten Auszeichnung werden seit 2018 alljährlich Persönlichkeiten geehrt, die sich mit dem Werk des Komponisten Heinrich Schütz (1585-1672), dessen Erforschung, Vermittlung, Verbreitung und Förderung befassen. Der Preis sollte Breig am Sonntagabend zum Abschlusskonzert des Musikfestes im Geraer Theater übergeben werden. Breig wurde 1932 in Zwickau geboren, studierte in Berlin unter anderem evangelische Kirchenmusik und bekleidete Professuren in Karlsruhe, Wuppertal und Bochum.