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Neue Musik für Kinder

Untertitel
Eine Präsentation von Reinhold Flender
Publikationsdatum
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„Warum ist es wichtig, Kindern zeitgenössische Musik zu vermitteln?“ So lautet die Anfangsfrage, um die sich in Reinhard Flenders Präsentation „Zeitgenössische Musik in Konzerten für Kinder“ alles dreht. Hierfür liefert er gleich mehrere Antworten: Musikgeschmack werde bereits in einem frühen Stadium gebildet. Eine große Vielfalt sei daher von hoher Bedeutsamkeit. Zudem sei moderne Musik ebenso ein Teil des kulturellen Erbes, der den Kindern nicht vorenthalten werden dürfe. Entgegen vieler Vorurteile existiert eine Reihe von Stücken gegenwärtiger Komponisten die für junge Zuhörer geeignet sind. Zum Beispiel Mauricio Kagels „Pas des cinq“ oder John Cages „The Perilous Night – Six pieces for prepared piano“. Nur werden derartige Werke unter dem Wust des Althergebrachten oftmals verschüttet. Flender präsentiert die Konzepte zweier Programme, die beide zum Motto haben: „Kinder komponieren für Kinder“. Das erste mit dem Titel „Spaß am Komponieren“ lief von 1983 bis 1989 an der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg. Konzipert wurde das Programm von der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Unter der fachlichen Anleitung eingeladener Komponisten wurden die Kinder ermuntert, ihrer eigene Musik zu schreiben. Bei dem Pilotprojekt wurde darauf geachtet, die Fantasie der jungen Künstler nicht durch allzu präzise Vorgaben einzuengen. Eine gewisse Struktur wie in dem „Komponierbuch“ von Peter Heilbut beschrieben, sei laut Flender dennoch vonnöten. Die Ergebnisse waren Stücke jeglicher Art und Besetzung von populärer bis zu Zwölftonmusik. Der zweite vorgestellte Versuch, zeitgenössische Musik für Kinder zu etablieren, hat seinen Ursprung in den Siebzigerjahren. H. W. Henze komponierte mit Kindern die Oper „Der Unhold und das Mädchen“. Von 1988 bis 1994 produzierte dann das Ensemble „l’ Art pour l’ Art“ Shows, die auf Märchen von Andersen und Hauff basierten. Seit 1990 veranstaltet die Gruppe in Zusammenarbeit mit Hans-Jürgen Wenzel Kompositionsworkshops für Kinder. Klänge aus der Umwelt oder ein Spaziergang durch die Stadt werden den Kindern zur Inspirationsquelle. „Kinder, die selber komponieren sind aktive Zuhörer“, betont Flender zum Schluss seines Vortrags. „Komponieren und Improvisieren öffnet ihren Geist für das Ungehörte und fördert ihre Fantasie und Kreativität.“

„Warum ist es wichtig, Kindern zeitgenössische Musik zu vermitteln?“ So lautet die Anfangsfrage, um die sich in Reinhard Flenders Präsentation „Zeitgenössische Musik in Konzerten für Kinder“ alles dreht. Hierfür liefert er gleich mehrere Antworten: Musikgeschmack werde bereits in einem frühen Stadium gebildet. Eine große Vielfalt sei daher von hoher Bedeutsamkeit. Zudem sei moderne Musik ebenso ein Teil des kulturellen Erbes, der den Kindern nicht vorenthalten werden dürfe. Entgegen vieler Vorurteile existiert eine Reihe von Stücken gegenwärtiger Komponisten die für junge Zuhörer geeignet sind. Zum Beispiel Mauricio Kagels „Pas des cinq“ oder John Cages „The Perilous Night – Six pieces for prepared piano“. Nur werden derartige Werke unter dem Wust des Althergebrachten oftmals verschüttet. Flender präsentiert die Konzepte zweier Programme, die beide zum Motto haben: „Kinder komponieren für Kinder“. Das erste mit dem Titel „Spaß am Komponieren“ lief von 1983 bis 1989 an der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg. Konzipert wurde das Programm von der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Unter der fachlichen Anleitung eingeladener Komponisten wurden die Kinder ermuntert, ihrer eigene Musik zu schreiben. Bei dem Pilotprojekt wurde darauf geachtet, die Fantasie der jungen Künstler nicht durch allzu präzise Vorgaben einzuengen. Eine gewisse Struktur wie in dem „Komponierbuch“ von Peter Heilbut beschrieben, sei laut Flender dennoch vonnöten. Die Ergebnisse waren Stücke jeglicher Art und Besetzung von populärer bis zu Zwölftonmusik. Der zweite vorgestellte Versuch, zeitgenössische Musik für Kinder zu etablieren, hat seinen Ursprung in den Siebzigerjahren. H. W. Henze komponierte mit Kindern die Oper „Der Unhold und das Mädchen“. Von 1988 bis 1994 produzierte dann das Ensemble „l’ Art pour l’ Art“ Shows, die auf Märchen von Andersen und Hauff basierten. Seit 1990 veranstaltet die Gruppe in Zusammenarbeit mit Hans-Jürgen Wenzel Kompositionsworkshops für Kinder. Klänge aus der Umwelt oder ein Spaziergang durch die Stadt werden den Kindern zur Inspirationsquelle. „Kinder, die selber komponieren sind aktive Zuhörer“, betont Flender zum Schluss seines Vortrags. „Komponieren und Improvisieren öffnet ihren Geist für das Ungehörte und fördert ihre Fantasie und Kreativität.“

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