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Gruppenbild mit Dame: Im 2. Preisträgerkonzert gratulierte Caren Marks, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, den Interpretinnen und Interpreten zu ihrem 1. Bundespreis. Alle Fotos: Markus Kaesler
Gruppenbild mit Dame: Im 2. Preisträgerkonzert gratulierte Caren Marks, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, den Interpretinnen und Interpreten zu ihrem 1. Bundespreis. Alle Fotos: Markus Kaesler
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Ungebrochene Musizierfreude:

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In Kassel ging der 53. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ zu Ende
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Die documenta-Stadt Kassel liegt nicht nur geografisch in der Mitte Deutschlands, für acht Tage stand sie auch im Mittelpunkt des bundesweiten musikalischen Interesses. Hier fand vom 12. bis 19. Mai der 53. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ statt.

Über 2.400 Jugendliche hatten sich für das Finale des über drei Wettbewerbsebenen ausgetragenen renommierten Nachwuchswettbewerbs qualifiziert. Zählt man Eltern, Lehrkräfte und Wettbewerbsbeobachter aus dem In- und Ausland zusammen, so war Kassel Gastgeberin für über 6.000 Gäste.

1.500 Einzelwettbewerbe standen in den acht Tagen auf dem Programm, 170 Jurorinnen und Juroren in 27 Gremien bewerteten die künstlerischen Leistungen der jungen Leute und vergaben Punkte und Preise.

Die Bilanz 2016 kann sich sehen lassen: 571 Musiker wurden mit einem 1. Bundespreis ausgezeichnet, 712 mit einem zweiten, 700 mit einem dritten Bundespreis. Das Bundesland Hessen, das mit 93 Teilnehmern am Start war, kann sich über 15 1., 33 2. und 34 3. Bundespreise freuen, unter den 1. Bundespreisträgern ist auch ein Cellist aus Kassel, der 16-jährige Paul Rauchbach.

Prof. Reinhart von Gutzeit, Vorsitzender der Gesamtjury von „Jugend musiziert“, setzt in seiner Bilanz ein paar Akzente: „Wir sind begeistert, wie viele junge Musikerinnen und Musiker in der Kategorie „Alte Musik“ teilnahmen und auf hohem Niveau musizierten: Nahezu zehn Prozent aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bundeswettbewerb beteiligten sich in dieser Kategorie; mit 228 Musikerinnen und Musikern in 52 Ensembles gehörte sie zu den Kategorien, die auch einen enormen Publikumsandrang verzeichnete. Erfreulich ist auch, wie die Pop-Musik bei „Jugend musiziert“ heimisch geworden ist. 2010 war die Kategorie „Gesang (Pop)“ erstmals angeboten worden. Ganz selbstverständlich hat sie sich inzwischen in den „Jugend musiziert“-Kanon eingegliedert, die Teilnehmer der „klassischen“ und Popmusik-Kategorien in den Preisträgerkonzerten beklatschten sich gegenseitig mit großem Jubel.“

Mit Kassel als Gastgeberstadt hatten die Organisatoren von „Jugend musiziert“ das große Los gezogen. Denn nicht nur erwiesen sich die Stadtverantwortlichen als liebenswürdige und großzügige Gastgeber, auch das ausgeprägte Kulturbewusstsein bis hinauf in höchste Verwaltungsebenen ließ auf beiden Seiten den Wunsch reifen, hier in Zukunft wieder einmal einen Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ auszurichten. Oberbürgermeister Bertram Hilgen hatte bereits zum Auftakt des Bundeswettbewerbs im Rahmen einer Pressekonferenz an die große Musiktradition der Stadt Kassel erinnert: „Denkt man an zeitgenössische Kunst, dann wird die documenta-Stadt Kassel in einem Atemzug damit genannt. Kassel hat jedoch auch eine große Musiktradition, und daran knüpft der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ an. Das Orchester des Staatstheaters Kassel hat sein Wurzeln im Jahr 1502, Louis Spohr, Gustav Mahler, Heinrich Schütz, um nur einige zu nennen, wirkten hier. Erstmals seit 1993 wird nun das musikalische Turnier junger Menschen in einer hessischen Stadt ausgetragen - in Kassel mit seiner auch heute sehr lebendigen Musikszene. Wir freuen uns auf die Nachwuchsmusikerinnen und Musiker, auf ihre Familien und Begleitung, auf die Jurymitglieder und die vielfältigen Darbietungen.“ Als Rahmenveranstaltung hatte Kassel ein attraktives Kultur- und Freizeitprogramm zusammengestellt, um den Wettbewerb zu einem Begegnungsfestival zu machen.

In drei Preisträgerkonzerten im Kongress Palais Kassel brillierten die eben erst mit einem 1. Bundespreis gekürten Nachwuchsmusiker mit Werken aus vier Jahrhunderten vor voll besetztem Konzertsaal. Alle Preisträgerkonzerte wurden vom Hessischen Rundfunk mitgeschnitten und am Sonntag, 19. Juni 2016, von 20.05 bis 23 Uhr in hr2 kultur in der Sendung „hr2-Konzertsaal“ ausgestrahlt.

„Jugend musiziert“ freute sich, im 2. Preisträgerkonzert die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begrüßen zu dürfen. In ihrer Ansprache hob sie einmal mehr die Bedeutung dieses Leuchtturmprojektes für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hervor und verkündete eine Erhöhung der Förderung für alle Jugendprojekte unter dem Dach des Deutschen Musikrates an.

Ein mediales Highlight 2016 ist ein kompletter Konzertfilm des 1. Preisträgerkonzerts „Jugend musiziert“, den der Dokumentarfilmer Zuniel Kim auf youtube eingestellt hat. Die Bundesgeschäftsstelle „Jugend musiziert“ stellt den Link zum Film auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Bundespreisträgerinnen und -preisträger „Jugend musiziert“ 2016 dürfen sich nunauf eine Einladung zu WESPE freuen; das Wochenende der Sonderpreise wird vom 23. bis 25. September in Münster stattfinden, gemeinsam mit dem Wettbewerb um den WDR 3 Klassipreis der Stadt Münster. Neu ist in diesem Jahr die Kategorie „Jumu open“.

Die Durchführung des 53. Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ wurde durch Fördermittel des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Landes Hessen, der Stadt Kassel und ihrer Partner und des Hauptsponsors Sparkassen-Finanzgruppe ermöglicht.

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