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Große Gala für Claudio Monteverdi

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Zu den 24. Internationalen Steglitzer Tagen für Alte Musik
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Die diesjährigen „24. Internationalen Steglitzer Tage für Alte Musik“ im Mai waren geprägt von der Möglichkeit, das Abschlusskonzert der Teilnehmer/-innen im Steglitzer SCHLOSSPARK THEATER durchführen zu können. Ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung.

So erarbeiteten die jungen Sänger/ -innen der Masterclass „Barockgesang“ Szenen aus der ersten wegweisenden Oper „L’Orfeo“ (1607), „Il ritorno d’Ulisse in patria“ (1640) und der letzten Oper „L’incoronazione di Poppea“ (1642) von Claudio Monteverdi mit den Regisseuren Detlef Sölter und Thomas M. Zipf, der auch mit einer Einführung ein breites Publikum interessierte.

Unterstützt vom Vokal-Ensemble des Ernst Senff Chores unter der Einstudierung ihres Leiters Steffen Schubert sowie dem Instrumental-Ensemble „Malapert“. Die musikalische Leitung lag in den Händen des langjährigen Mitinitiators Egon Mihajlovic, Professor für historische Aufführungspraxis an der Musikakademie Ljubljana.

Als Dozenten für Barockgesang arbeiteten Prof. Charlotte Lehmann und Prof. Mark Tucker und bereiteten die Teilnehmenden auf die entsprechenden Rollen vor.

Das Eröffnungskonzert der Dozenten im Gutshaus Steglitz war ein besonderes Highlight. Unter dem Thema „Recitar Cantando – Gesang als Redekunst“ begeisterte der Tenor Mark Tucker mit Arien von Girolamo Frescobaldi und Jacopo Peri. Mit Arien der Ottavia aus Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ glänzte die italienische Sängerin Silvia Susan Rosato Franchini ausdrucksstark und mit virtuosen Koloraturen. Ebenso virtuos warfen sich die beiden Blockflötisten Gaby Bultmann und Simon Borutzki die Bälle zu mit selten gehörten Duos und Triosonaten von Tarquinio Merula, Salomone Rossi und Giovanni Picchi. Als zuverlässige Begleiter mit großer Sachkenntnis wirkten Egon Mihajlovic am Cembalo und Izidor Erazem Grafenauer an der Theorbe.

Der Alte Musik-Spezialist Dr. Bernhard Morbach des rbb Kulturradio „Morbach live“ führte einen großen Interessentenkreis in „Die Welt des Monteverdi“ ein.

Mit dem großen Thema dieses Projekts „Eine Gala für Claudio Monteverdi – Lasciate mi morire“ hatte die Künstlerische und Projektleiterin Anka Sommer durchaus ins Schwarze getroffen.

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