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Grußwort zur 70. Ausgabe von Tim Günther

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zum Jubiläum der Bremer Hausmusikwoche
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Liebe Mitwirkende, liebe Schülerinnen und Schüler, Pädagoginnen und Pädagogen, liebe Eltern, Verwandte, Freundinnen und Freunde, liebe Gäste, liebe Förderer und Unterstützer!

Zum 70. Male findet in diesem Jahr die Bremer Hausmusikwoche statt. Sie ist als Institution so alt wie die Bundesrepublik Deutschland. Und sicher hat sie in ihrer Geschichte immer wieder auch die Entwicklung des (Bundes-)Landes in seiner heutigen Verfassung repräsentiert und gespiegelt, reflektiert und kommentiert. Ob Schüler- oder Klassenvorspiele, Komponistenporträts, inhaltlich profilierte Projekte, kleine und große Formate – die Hausmusikwoche bietet ein ebenso breit angelegtes wie hoch ambitioniertes Programm an.

Und auch die Palette der Aufführungsräume ist hoch interessant: Von Kirchen und Museen über „angesagte“ Locations bis hin zur Hochschule für Künste und der Musikschule, zum Sendesaal von Radio Bremen oder der Glocke werden dem Tonkünstlerverband immer wieder Räume zur Verfügung gestellt, die ein beredtes Zeugnis darüber ablegen, wie tief verwurzelt und fest verankert die Hausmusikwoche in dieser Stadt und bei den Menschen ist. Allein die statistischen Zahlen sind beeindruckend. Als „größtes Jugendmusikfestival der Bundesrepublik“ ist die Bremer Hausmusikwoche einmal bezeichnet worden. Offensichtlich also eine tolle Sache, eine großartige Leis­tung, viel Inhalt und Qualität mit großer Ausstrahlung. Darauf dürfen wir stolz sein. Und das sind wir auch.

Das ist die eine, die sicht- beziehungsweise hörbare Seite. Dahinter und darunter verbirgt sich natürlich vieles andere, das nicht zu sehen ist: Ideen und Visionen müssen geboren werden, Geduld will aufgebracht sein, es braucht unendlich viel Arbeit und Unterrichtszeit, Konzeption, Kommunikation und Organisation, damit jede einzelne Hausmusikwoche erfolgreich sein und in einer solchen Kontinuität von Jahrzehnten bestehen bleiben konnte, beziehungsweise kann. Untrennbar ist die Entwicklung der Hausmusikwoche mit Namen wie Hildegard Meyer oder Hans-Jürgen Feilke verbunden, die durch ihre Initiative und fachliche Begleitung, ihre Inspiration und ihre Konsequenz erst ermöglicht haben, dass dieses Format über all die Jahre zu einer Dauereinrichtung hat werden können. Zu nennen sind auch unsere ehemaligen Vorsitzenden Markus Menke und Britta Helmke, außerdem als Geschäftsführer insbesondere Christian Höffling.

Diese haben in den letzten beiden Jahrzehnten dafür gesorgt, dass die Hausmusikwoche sich sowohl inhaltlich-qualitativ als auch organisatorisch so entwickelt und professionalisiert hat, dass der Tonkünstlerverband seit einigen Jahren eine Honorarkraft beschäftigen kann (und muss), die für Durchführung und weitere Profilierung der Hausmusikwoche zuständig ist. Diese Position hat im Moment Britta Helmke inne, der wir – ebenso wie den vorgenannten – für ihre ebenso umfangreiche wie hervorragende und erfolgreiche Arbeit herzlich zu danken haben.

Eine solch große Veranstaltungsreihe wäre nicht durchführbar ohne diejenigen, die – sehr oft ohne Gegenleistung – zur Organisation und/oder Finanzierung beitragen. Unsere Förderer, seien es Geschäftsleute, öffentliche Institutionen oder private Personen, sorgen im Hintergrund dafür, dass der Tonkünstlerverband sich sicher und gestützt fühlen kann. Das ist „Background“ im besten Sinne.

Selbstverständlich wäre das alles jedoch „nichts“ und würde gar nichts bedeuten oder nützen, wenn nicht die ganz schlichte musikalische und pädagogische Arbeit unserer Mitglieder und ihrer Schüler/-innen so gut wäre. Das tägliche Üben und Verbessern, das „Machen“, „Sich Durchbeißen“ und Aushalten, die Freude am Lernen und an der persönlich-künstlerischen Entwicklung sind und bleiben Voraussetzung für all das, was wir in den Konzerten bestaunen und genießen dürfen. Und so gebührt vor allem den Ausführenden – seien sie Lehrende oder Lernende – und deren Familien mein ganz besonderer und persönlicher Dank.

In diesem Sinne werden wir bestimmt wieder eine tolle Bremer Hausmusikwoche haben.
Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag!

Tim Günther, Vorsitzender

 

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