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Rhythmus – das Lebenselixier der Musik

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Zum Musikschulkongress ’03 in Hannover
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Am 9. Mai 2003 ist es wieder soweit: Für drei Tage treffen sich Musikschullehrer, Gesangs- und Instrumentalpädagogen sowie Musikstudenten zum alle zwei Jahre stattfindenden Musikschulkongress des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM), um neue Impulse und Ideen für die Praxis zu sammeln und sich auszutauschen.

32 Arbeitsgruppen drehen sich dabei um das Thema „Musikschule mit Vergnügen! – Das Unterhaltende in der Musik“ – und zwar sowohl für Musikschüler als auch Lehrer. So etwa in der Arbeitsgruppe „Blockflöte & Jazz“: Das Klischee von der Blockflöte als „harmlose Hausmusikalie“, die in der Regel eher mit Barockmusik in Verbindung gebracht wird, oft auch abgestempelt zum reinen Schul- und Kinderinstrument, wird hier vollständig wiederlegt und macht selbst Blockflötenskeptiker zu begeisterten Fans.

Dass die Blockflöte auch als Lead-Instrument im Jazz, neben „etablierten“ Bläsern wie Trompete, Saxophon oder Posaune eine ernst zu nehmende Rolle spielen kann, darum geht es in dieser Arbeitsgruppe. In einem kurzen Vortrag berichtet Nadja Schubert über ihre Erfahrungen mit der Blockflöte als Jazzinstrument und präsentiert die Ergebnisse des bundesweit erstmals an der Rheinischen Musikschule Köln eingerichteten Unterrichtsfaches „Jazzblockflöte“. Alle Fragen rund um „Wie finde ich als ,traditionell’ ausgebildeter Blockflötist einen Weg zum Jazz?“, „Wie steige ich ein in die Thematik ,Jazzimprovisation’?“, „Kann Jazz überhaupt adäquat auf der Blockflöte gespielt werden?“ und Unterrichtsliteratur für Jazzblockflöte werden dabei gemeinsam sowohl praktisch, als auch theoretisch erörtert. Jazz-Vorkenntnisse bei den Teilnehmern, die eigene Instrumente mitbringen sollen, sind nicht erforderlich.

Nadja Schubert, mehrmalige Preisträgerin bei „Jugend musiziert“, überzeugt seit Jahren mit verschiedenen Formationen als Jazzblockflötistin. Auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten für ihr Instrument gründete sie 1992 ihr eigenes Jazzquartett sowie 1996 das Duo „recorder & bass“. Konzerte im In- und Ausland, Rundfunk- und Fernsehauftritte sowie zahlreiche CD-Produktionen haben den „Jazz mit der Blockflöte“ populär gemacht. „Nadja Schubert ist eine überragende Musikerin mit dem seltenen Talent, Humor und Virtuosität, Ungewöhnliches und Bekanntes miteinander zu verbinden“, so Franz Xaver Ohnesorg, und Ute Büchter-Römer im Jazzpodium: „Auch die Blockflöte swingt! Es kommt nur darauf an wie man dies macht!“

Ulrich Moritz widmet sich in einer weiteren Arbeitsgruppe dem Bereich „Rhythmus lernen und lehren. Bodypercussion, Übungen und Anregungen zu Groove und Timing“. Rhythmus macht an, macht lebendig, regt Kommunikation an, verbindet Menschen. Rhythmus ist das Lebenselixier der Musik. Musik ohne Rhythmus gibt es nicht. Jede Melodie, jede Begleitstimme hat und braucht Rhythmus, nicht nur Drummer und Percussionisten, jeder Sänger, Saxophonist, Geiger oder Pianist – kurz: jeder, der Musik macht – ist für das rhythmische Gefüge in einem Orchester, einem Ensemble, einer Band verantwortlich. Warum ist Rhythmus gleichzeitig aber oft so ein Problem, für Musiklehrer wie auch für Musiker? Rhythmus wiedersetzt sich unserer betont kognitiven Art, sich mit Musik zu beschäftigen und auch Musik zu lehren. Musikalischer Rhythmus aber kann und muss geübt werden, denn Rhythmus ist Teil der Kunst. Ulrich Moritz, seit 25 Jahren Schlagzeuger, Percussionist, Rhythmuslehrer und bereits zum wiederholten Mal Referent beim Musikschulkongress, weist mit einfachen Übungen einen Weg, den Körper mit Rhythmus anzufeuern. Diese Übungen führen zu einem vielfach verankerten tiefen Verständnis von Rhythmus und bieten einen lustvollen, dennoch fundierten Weg zur rhythmischen Improvisation. Als Dozent an der UdK Berlin sowie bei nationalen und internationalen Workshops ist Ulrich Moritz u.a. in den Bereichen Improvisierte Musik, Pop und Avantgarde tätig. Als Musiker hat er bisher bei einer Vielzahl von CD-Produktionen mitgewirkt.

Die ganze Bandbreite an Arbeitsgruppen und Foren im Rahmen des Musikschulkongresses ‘03 finden Sie unter www.musikschulen.de (Stichwort „Musikschulkongress“). Siehe auch unten stehenden Informationskasten.

Musikschulkongress ’03
9. bis 11. Mai 2003 im Hannover Congress Centrum

Informationen zum Musikschulkongress ’03, die detaillierte Kongresszeitung (kostenlos), Anmeldeformulare für Anmeldung und Hotelzimmerbestellung erhalten Sie beim Verband deutscher Musikschulen (VdM), Tel. 0228-957060, E-Mail: vdm [at] musikschulen.de (vdm[at]musikschulen[dot]de) und unter www.musikschulen.de (Stichwort „Musikschulkongress“).

Wichtiger Hinweis:
Bei Anmeldung und Überweisungseingang
bis 15. April 2003
zahlen Sie nur die reduzierte Teilnehmergebühr!

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