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Jens Peter Maintz und Wolfgang Emanuel Schmidt sind „Cello Duello“. Foto: Veranstalter
Jens Peter Maintz und Wolfgang Emanuel Schmidt sind „Cello Duello“. Foto: Veranstalter
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„Cello Duello“ beim NDR Foyerkonzert on tour im Bucerius Kunst Forum Hamburg

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Exquisite Kunstausstellungen zu bestimmten Themen sind im Bucerius Kunst Forum Hamburg seit 2002 zu sehen. Wobei zum intermedialen Austausch regelmäßig Musikensembles eingeladen werden: „Kunst soll nicht isoliert betrachtet werden“, ist das Konzept. Deshalb ist es naheliegend, dass die moderierten NDR-Foyerkonzerte, die profilierte Kammerensembles vorstellen, on tour gehen.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Bucerius Kunst Forum kann das Publikum am 14. April 2010 zum Thema "Täuschend echt - Illusion und Wirklichkeit in der Kunst" sowohl direkt als auch per livestream übers Internet ein Konzert mit Cello Duello erleben. Eine Formation, die fast zwanzig Jahre mit virtuosem Repertoire für zwei Cellisten sich in einer Nische der Kammermusik etabliert hat.

Für Wolfgang Emanuel Schmidt und Jens Peter Maintz, beide von David Geringas in Lübeck ausgebildet, ist Cello Duello zugleich Name und Programm, nämlich ein musikalischer Wettstreit, den sie auf der Bühne austragen. Allerdings resultiert das Hör-Vergnügen ihrer "Duelle" auf ernsthafter Probenarbeit, denn manche Werke sind spieltechnisch extrem schwierig. Etwa die "Moses-Fantasie" von Nicolò Paganini: "darum ranken sich Legenden, dass er als Teufelsgeiger im Gefängnis gewesen sei, wo drei Saiten seiner Violine gerissen seien und er nur noch die E-Saite übrig hatte - für Cellisten die A-Saite. Da kann man schon erkennen, wie heikel es ist, eine Melodie nur auf einer Saite zu spielen zu dürfen, worauf auch unsere Bearbeitung basiert. Hier ist die Kunst und die mögliche Illusion, ein Cello wie eine Violine klingen zu lassen", erklärt Wolfgang Emanuel Schmidt.

"Ebenso erfordert die "Suite G-Dur" von Jacques Offenbach die Fähigkeit zur Quartettintonation, denn er hat in dieser Studie vierstimmige Choräle verwendet." Visuelle und musikalische Kommunikation können so zur synästhetischen Erfahrung werden, "weil sich die Kombination verschiedener Kunstgenres durch assoziatives Hören und Sehen wunderbar ergänzen können", meint Wolfgang Emanuel Schmidt. Auf die Live-Übertragung freut er sich schon, denn das Internet ist für Cello Duello eine aufregende Premiere und "eine grandiose Möglichkeit unserer Zeit, womit man ein Konzert in Echtzeit für interessierte Menschen zugänglich machen kann, die sonst nicht daran teilnehmen könnten."

Das Cello Duello Programm:

Joseph Haydn: Duett in G-Dur
Jan Müller-Wieland: Sonate (1994)
Jean Barriere: Sonate G-Dur
Jacques Offenbach: Suite E-Dur
Nicolò Paganini: Moses-Fantasie

Das NDR-Foyerkonzert on tour mit Cello Duello wird aus dem Bucerius Kunst Forum Hamburg per livestream in Bild und Ton am 14. April 2010, ab 20:00 Uhr auf www.ndr.de/radio/livekonzerte/index.html übertragen. Moderation: Ludwig Hartmann, NDR Kultur. Im Radio ist das Konzert noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt in der Sendung „Welt der Musik“ zu hören.

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