Opern … im Radio. Operette und Stimmen im Mai 2018. 100. Geburtstag von Birgit Nilsson. Opern von Rossini, Modest Mussorgsky, Leos Janácek, Henry Purcell, Sterkel, Verdi, José Maria Sánchez-Verdú, Georg Friedrich Händel und Bernd Alois Zimmermann.
Opern … im Radio. Operette und Stimmen im Mai 2018. 100. Geburtstag von Birgit Nilsson. Opern von Rossini, Modest Mussorgsky, Leos Janácek, Henry Purcell, Sterkel, Verdi, José Maria Sánchez-Verdú, Georg Friedrich Händel und Bernd Alois Zimmermann.
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10.05.2018
20:05 bis 22:00 | BR-KLASSIK
Opernabend: Johann Franz Xaver Sterkel: „Il Farnace“
Oper in drei Akten. In italienischer Sprache. Aufnahme vom 3. November 2017 im Stadttheater Aschaffenburg.
Beethoven soll ganz begeistert von ihm gewesen sein, Mozart dagegen nicht (vielleicht war das aber auch nur dem Neid auf eine Festanstellung geschuldet): der gebürtige Würzburger Johann Franz Xaver Sterkel (1750-1817) war Pianist und zeitweise auch Hofmusiker in Aschaffenburg. Anlässlich seines 200. Todestages wurde im vergangenen November seine einzige Oper „Il Farnace“ im Stadttheater Aschaffenburg aufgeführt, wohl zum ersten Mal seit der Uraufführung 1782.
„Farnace“ ist der Name des Königs von Pontus. Schauplatz der Oper sind die kleinasiatischen Kolonien des Römischen Reiches, wo Farnace zunächst den Sohn seines Gegners Atridates tötet, dann dessen Tochter zur Frau nimmt und nun im Zentrum der Rache Atridates' steht. Die Geschichte um Farnace faszinierte viele Komponisten. Sterkels Fassung war ein Geburtstagsgeschenk für König Ferdinand IV. von Sizilien.
12.05.2018
19:05 bis 21:30 | Deutschlandfunk Kultur
Oper: Festival Acht Brücken – Musik für Köln: Bernd Alois Zimmermann: „Die Soldaten“, Oper in vier Akten
Oper Köln (Staatenhaus). Aufzeichnung vom 29.04.2018. Mitglieder des Chores und Extrachores der Oper Köln und Gäste. Gürzenich-Orchester Köln. Leitung: François-Xavier Roth
20:04 bis 23:00 | hr2-kultur
Aus Genf: Rossinis „Der Barbier von Sevilla“
Den Ratschlägen des Figaro (Bruno Taddia) verdankt es Graf Almaviva (Bogdan Mihai), dass er seine geliebte Rosina (Lena Belkina) bekommt, während der alte Doktor Bartolo (Bruno de Simone) leer ausgeht: Sprudelnd-witzig ist Rossinis „Barbier von Sevilla“ aus Genf.
Chor des Grand Théâtre de Genève. Orchestre de la Suisse Romande. Leitung: Jonathan Nott. (Aufnahme vom 20. September 2017 aus der Opéra des Nations).
Es ist eines der großen Meisterwerke von Gioacchino Rossini, voll mit weltbekannten Arien: „Der Barbier von Sevilla“ nach dem gleichnamigen Schauspiel von Beaumarchais. Die Geschichte, erstes Werk der Figaro-Trilogie, ist turbulent und wie geschaffen für eine Opera buffa: Ein verliebter Greis will sein Mündel heiraten, und wird am Tag der geplanten Hochzeit ausgetrickst von einem jungen Grafen. Listenreich eingefädelt wird das von einem geschickten Schlaumeier, der dem Grafen mit Rat und Tat zur Seite steht: Figaro, Barbier in Sevilla. In Genf wird die humorvolle Geschichte temporeich hörbar gemacht unter dem Dirigat von Jonathan Nott.
13.05.2018
20:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Oper: José Maria Sánchez-Verdú: „Argo“
Schwetzinger SWR Festspiele 2018. Chor des Staatstheaters Mainz, SWR Experimentalstudio, Klangregie: Joachim Haas, Constantin Popp, SWR Symphonieorchester, Leitung: José Maria Sánchez-Verdú. (Uraufführung vom 27. April im Rokokotheater)
Der Mythos ist bekannt: Um das Goldene Vlies aus Kolchis zu rauben, sticht das sagenumwobene Schiff Argo unter der Führung von Jason in See. José Maria Sánchez-Verdú sind die Antike und die Geschichte des Mittelmeers als zeitlicher und geografischer Raum immer wieder Referenzpunkte seines Komponierens: Mare nostrum, das Mittelmeer – ein ambivalenter Ort, einerseits Raum der Suche, des Aufbruchs zu neuen Ufern, andererseits bis in die Gegenwart ebenso Sinnbild für Katastrophen, Kriege und Tod. Wie häufig in seinen Werken bezieht Sánchez-Verdú den Raum kompositorisch ein. Ihm geht es darum, die Bewegung des Reisens, des Meeres in seiner Beweglichkeit in poetischer Verdichtung aufzunehmen. Wesentlicher Bestandteil des musikalischen und szenischen Konzepts ist die Live-Elektronik, die den Raum klanglich erweitern und die Hörer als auditive Schiffsreisende in Bewegung halten wird.
Die Kritik von Georg Rudiger bei nmz.de
20:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Oper: Don Carlos – Oper in 5 Akten von Giuseppe Verdi, in der französischsprachigen Originalfassung
Chor der Pariser Oper, Einstudierung: José Luis Basso; Orchester der Pariser Oper, Leitung: Philippe Jordan. Aufnahme aus der Opéra Bastille, Paris
14.05.2018
19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
con passione: Zum 100. Geburtstag der Sopranistin Birgit Nilsson (I)
Richard Wagner: „Tristan und Isolde“, Liebestod der Isolde aus dem 3. Aufzug (Festspielorchester Bayreuth: Karl Böhm); Ludwig van Beethoven: „Fidelio“, Rezitativ und Arie der Leonore aus dem 1. Akt (Orchester des Royal Opera House Covent Garden: Edward Downes); Giuseppe Verdi: „Aida“, Nilarie der Aida aus dem 3. Akt (Orchester der Oper Rom: Zubin Mehta); Giacomo Puccini: „Turandot“, Szene Turandot – Calaf aus dem 2. Akt (Franco Corelli, Tenor; Coro dell'Opera di Roma; Orchestra dell'Opera di Roma: Francesco Molinari-Pradelli); Richard Strauss: „Elektra“, Monolog der Elektra (Wiener Philharmoniker: Georg Solti); Richard Wagner: „Siegfried“, Schlussszene Brünnhilde – Siegfried aus dem 3. Aufzug (Wolfgang Windgassen, Tenor; Orchester der Bayreuther Festspiele: Karl Böhm). Teil II: Donnerstag, 17. Mai 2018, 20.05 Uhr
17.05.2018
20:05 bis 22:20 | BR-KLASSIK
Giuseppe Verdi: „Un ballo in maschera“ – Zum 100. Geburtstag der Sopranistin Birgit Nilsson (II)
Melodramma in drei Akten. In italienischer Sprache. Coro dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Leitung: Georg Solti. Aufnahme von 1961
Fällt der Name Birgit Nilsson, assoziieren Opernfreunde automatisch Bühnenrollen wie Salome oder Elektra, Isolde oder Brünnhilde. Kaum jemand denkt beim Namen der schwedischen Sopranistin, die im hochdramatischen Fach Maßstäbe setzte, an eine Bühnenfigur wie Verdis Amelia im „Maskenball“. Und doch hat die Nilsson 1961 vor Mikrofonen unter Beweis gestellt, dass sie auch im italienischen Repertoire eine eigene Interpreten-Duftmarke zu hinterlassen vermag. Im Fadenkreuz zwischen Gemahl Renato und dessen Freund Riccardo ist die arme Amelia ja tatsächlich eine Heldin eigener Couleur. Und eine Sängerin, die den geforderten Höhenflügen der Partie mit der größten Gelassenheit begegnet, schadet natürlich auch bei Verdi nicht. Die übrige Besetzung des energiegeladenen Dirigenten Georg Solti (damals überraschenderweise am Pult der römischen Accademia di Santa Cecilia und nicht der Wiener Philharmoniker wie bei vielen anderen Operneinspielungen) umfasst mit Carlo Bergonzi, Cornell MacNeil und Giulietta Simionato hochbewährte Spitzenkräfte.
19.05.2018
12:00 bis 13:00 | NDR Kultur
Belcanto: Hans-Jürgen Mende präsentiert die schönsten Arien
19:05 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Oper: Internationale Händelfestspiele
Georg Friedrich Händel: „Arminio“, Dramma per musica in drei Akten. Libretto: Antonio Salvi. Deutsches Theater Göttingen. Aufzeichnung vom 12.05.2018
20:00 bis 23:00 | NDR Kultur
Opernkonzert: „Ein Leben für die Oper“ – Birgit Nilsson zum 100. Geburtstag
Von Marek Kalina. Sie war eine der herausragenden Wagner- und Strauss-Sängerinnen ihrer Zeit, eine charismatische Künstlerin, die mit den „Hojotoho“-Rufen der Brünnhilde das Publikum zu elektrisieren vermochte.
Ihre Bühnenlaufbahn trat die Schwedin 1946 am Königlichen Theater in Stockholm an. Wenige Jahre später gastierte sie in Berlin, beim Glyndebourne Festival und 1953 in Bayreuth – zunächst als Beethoven-Interpretin beim Eröffnungskonzert der Wagner-Festspiele und 1954 als Elsa im „Lohengrin“.
Anschließend kehrte Birgit Nilsson regelmäßig an den Grünen Hügel zurück und wurde dort zur Legende im hochdramatischen Fach.
20:04 bis 22:00 | hr2-kultur
Große Stimmen: Eine Sendung von und mit Natascha Pflaumbaum
Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, sagt man. Und im Hinblick auf eine schöne Stimme? Liegt sie dann im Ohr?
Belcanto nennt man die Kunst des schönen Gesangs, verbunden mit einer bestimmten ausgefeilten Technik, auf eine besondere Art und Weise zu singen, d. h. die Stimme in bestimmte Resonanzräume des Kopfes und Körpers zu bugsieren. Eine schöne Stimme hat allerdings viel mehr zu bieten als gute Technik, sie kann sogar ganz ohne Belcantotechnik auskommen. Was macht sie also aus?
Einen Abend lang widmen wir uns in hr2-kultur den schönen Stimmen der klassischen Musik, den Stimmen von heute und gestern. Wohl wissend, dass alles eine Frage des Geschmacks, aber des besonnenen Urteils ist, gehen wir auch dem Phänomen der schönen Stimme nach, indem wir mal schwelgen, mal analysieren… Auf jeden Fall genau hinhören.
20:04 bis 23:00 | SR2 KulturRadio
Oper: Modest Mussorgsky: Boris Godunow, Oper in einem Prolog und 4 Akten
BIENVENUE – SR 2 LIVE. Chor der Göteborger Oper, Göteborger Kinderchor, Orchester der Göteborger Oper. Leo Hussain, Dirigent. Mitschnitt vom 21. April 2018 aus der Göteborger Oper
23:00 bis 00:00 | NDR Kultur
Belcanto: Hans-Jürgen Mende präsentiert die schönsten Arien
20.05.2018
20:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Oper: Joseph Haydn: „Il ritorno di Tobia“
Oratorium in 2 Teilen für Soli, Chor und Orchester, Hob. XXI:1. VokalEnsemble Köln, Capella Augustina, Leitung: Andreas Spering.
Joseph Haydn hat mit seinen Oratorien „Die Schöpfung“ und „Die Jahreszeiten“ zweifellos die – nach Händel und Bach – bedeutendsten und bekanntesten Beiträge zu dieser Gattung zwischen Oper und Kantate geleistet. Die genannten Werke standen am Ende seines kompositorischen Schaffens. Jedoch schon ein Vierteljahrhundert zuvor hatte Joseph Haydn – damals schon eine Berühmtheit – ein Oratorium mit großem Erfolg in Wien uraufgeführt, das heute kaum bekannt ist: „Il ritorno di Tobia“. Die Handlung des zweiteiligen Oratorium auf ein Libretto von Giovanni Gastone Boccherini, einem Bruder des Komponisten Luigi Boccherini, ist dem letzten Kapitel des alttestamentarischen Buches „Tobit“ entlehnt. Erzählt wir die Heilung des blinden Tobit durch seinen zurückgekehrten Sohn Tobias. Für eine Neufassung seines anspruchsvollen Oratoriums, knapp zehn Jahre nach der Uraufführung (1874), hatte Haydn die langen Rezitative zeitlich gerafft und in Secco-Rezitative (mit Cembalo-Begleitung) umgewandelt, aber auch zwei gewichtige Chöre eingefügt. Der Dirigent unserer Aufnahme, Andreas Spering, entschied sich für eine Mischfassung des Meisterwerkes mit Accompagnato-Rezitativen und den später eingefügten Chören.
21:05 bis 22:00 | BR-KLASSIK
Operetten-Boulevard: Mit Franziska Stürz und Susanne Prinz
21.05.2018
18:00 bis 21:00 | BR-KLASSIK
Leos Janácek: „Aus einem Totenhaus“ – Live aus dem Münchner Nationaltheater – Surround
Oper in drei Akten. In tschechischer Sprache. Aleksandr Petrovic Gorjancikov – Peter Rose; Aljeja – Evgeniya Sotnikova; Luka – Ales Briscein; Skuratov – Charles Workman; Siskov – Bo Skovhus; und andere. Chor der Bayerischen Staatsoper. Bayerisches Staatsorchester. Leitung: Simone Young. Präsentation: Frank Manhold. Anschließend um ca. 20.00 Uhr: András Schiff spielt Klaviermusik von Leos Janácek
Das Einerlei in einem sibirischen Gefangenenlager, belebt durch Erzählungen und ein Theaterstück der Häftlinge – bevor einer von ihnen am Ende frei gelassen wird. Das ist der Handlungsgang der dreiaktigen, wegen ihrer Kürze in der Regel ohne Pause gespielten Oper „Aus einem Totenhaus“ von Leos Janácek. Die Vorlage lieferte Dostojewski (1860), die Vertonung fand erst nach Janáceks Tod auf eine Bühne in Brünn/Brno. Im Münchner Nationaltheater wird der konsequent rezitativisch gearbeitete Schwanengesang des „Jenufa“-Komponisten in der tschechischen Originalsprache neu herausgebracht. Bei dieser Gelegenheit gibt der berühmte Berliner Theaterregisseur Frank Castorf sein Hausdebüt. Nicht zum ersten Mal hingegen verantwortet die australische Dirigentin Simone Young die musikalische Seite einer Neuproduktion der Bayerischen Staatsoper. Zu ihrem Sängeraufgebot gehören der britische Bassist Peter Rose, der dänische Bariton Bo Skovhus und der amerikanische Tenor Charles Workman. Der Premierentermin (Pfingstmontag!) ist vielleicht kein Zufall: möglicherweise ein Reflex auf das der Partitur vorangestellte Motto „In jeder Kreatur ein Funken Gottes!“
23:05 bis 23:57 | Deutschlandfunk
Schöne Stimmen: Die Sopranistin Mojca Erdmann
Von Egbert Hiller. Süß und verführerisch sei ihr glockenheller Sopran schrieb die New York Times 2012, aber Mojca Erdmann nimmt auch durchdringende Intensität und nüchterne Ernsthaftigkeit für sich in Anspruch. Von Barockmusik bis zur Moderne, von Mozart über Wagner und Strauss bis Berg – die 1975 in Hamburg geborene Sängerin ist bekannt für ihr breit gefächertes Repertoire, das zeitgenössische Musik einschließt. Sprödes oder vermeintlich Sprödes etwa von Aribert Reimann oder Wolfgang Rihm zu interpretieren, empfindet Mojca Erdmann nicht als ungewöhnlich, sondern als selbstverständlich. Ihre Begeisterung für das Singen zeigte sie erstmals öffentlich im Kinderchor der Hamburgischen Staatsoper. Nach dem Abitur studierte sie dann Gesang und Violine in Köln. Oper, Konzert und Lied liegen Mojca Erdmann gleichermaßen am Herzen.
26.05.2018
12:00 bis 13:00 | NDR Kultur
Belcanto: Hans-Jürgen Mende präsentiert die schönsten Arien
20:00 bis 23:00 | NDR Kultur
Opernkonzert: Das Alte Werk: „King Arthur“
Henry Purcell: „King Arthur“. Semi-Opera zu einem Schauspiel von John Dryden. Fassung: Paul McCreesh und Christopher Suckling. Konzertante Aufführung. Gabrieli Consort & Players / Ltg.: Paul McCreesh. Aufzeichnung vom 24. April 2018 in der Laeiszhalle Hamburg