Berlin - Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) setzt sich für einen ressortübergreifenden «Festivalfonds» für wichtige Veranstaltungen im Kulturkalender der Hauptstadt ein. «Ich fände das ziemlich toll», sagte Lederer am Montagabend bei einer Podiumsrunde.
Dieser Fonds könnte demnach aus Mitteln der City-Tax etwa dem Berliner Karneval der Kulturen oder der Art Week Planungssicherheit geben. Bislang sei die Förderung unsystematisch, so Lederer.
Der neue Kultursenator war zu Gast bei der Berliner Clubcommission, einem Zusammenschluss der Clubs, der sich für das Nachtleben und den Erhalt von bezahlbaren Räumen in der Stadt einsetzt. Lederer sagte, der «Boden der Stadt» sei härter umkämpft. «Ich bin Linker, insofern kann ich auch sagen: Das Problem heißt Kapitalismus.» Die Spielräume, die eine Stadt habe, seien überschaubar. «Da tritt jetzt David gegen Goliath an», so Lederer. «Wir werden um jeden Freiraum kämpfen müssen.»
Katja Lucker, die Chefin des beim Senat angesiedelten Musicboards, rief dazu auf, den Blick in die Zukunft zu richten: Wie solle die Stadt sein - und wie solle sie auf gar keinen Fall sein. Zudem sei es eine Falle, bei der Kreativwirtschaft nur auf die Ökonomisierung zu gucken. «So funktioniert aber eine coole Stadt nicht.»