Frankfurt/Main - Nach der neuerlichen Auszeichnung als bestes Musiktheater in Deutschland will die Frankfurter Oper alles daran setzen, das hohe Niveau zu halten. Angestrebt werde weiterhin eine Balance zwischen Klassik und zeitgenössischer Musik im Spielplan, sagte Intendant Bernd Loebe am Donnerstag.
Mit dieser "gelungenen Mischung aus Wagemut und Bodenhaftung" hatte die Fachzeitschrift "Opernwelt" die Auszeichnung begründet. Bei der traditionellen Umfrage unter Kritikern im deutschsprachigen Raum belegte Frankfurt Anfang des Monats hinter dem Theater Basel und vor dem Theater an der Wien Platz zwei als Opernhaus des Jahres.
Opernintendant Loebe sagte, er sei "schon ein wenig stolz" über die Wahl. Schließlich werde damit die kontinuierliche Leistung des Musiktheaters gewürdigt, das schon seit acht, neun Jahren regelmäßig im Spitzenfeld derartiger Umfragen lande. Bereits nach der ersten Spielzeit unter Loebe als Intendant hatte Frankfurt 2003 die Wahl zum Opernhaus des Jahres in Deutschland gewonnen.
Die Ausnutzung der Plätze in seinem Haus gab Loebe mit rund 80 Prozent in der vergangenen Spielzeit an. In den ersten beiden Monaten der neuen Spielzeit waren es sogar über 80 Prozent. Was Loebe besonders freut: Nicht nur populäre Opern wie die "Zauberflöte" und "La Traviata" erweisen sich als Publikumsmagneten. Bei "Medea" von Aribert Reimann waren sogar 85 Prozent der Plätze besetzt.
Die Vorstellungen für Richard Wagners "Walküre", die am 31. Oktober in Frankfurt Premiere hat, seien bereits ausverkauft, es gebe sogar Wartelisten. Zur Komplettierung des "Rings" in Frankfurt gehören auch Inszenierungen von "Siegfried" und der "Götterdämmerung" in der nächsten Spielzeit 2011/12.