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Bildungsgipfel: Bildung ist mehr als Qualifizierung

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Der Deutsche Kulturrat kritisiert das verengte Verständnis der Bundesregierung für Bildung. Bei dem geplanten Bildungspipfel in der kommenden Woche stehe die Qualifizierung für die Arbeitswelt im Mittelpunkt. Bildung sei jedoch mehr, betonte der Kulturrat.

Pressemeldung des Deutschen Kulturrates:
Berlin. In der kommenden Woche wird in Dresden der Bildungsgipfel von Bund und Ländern stattfinden. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt heute in Berlin, dass die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder sich gemeinsam des Themas Bildung annehmen.
 
Bildung ist ein gesellschaftlich herausragendes Thema. Die nationalen und internationalen bildungspolitischen Debatten zeigen, dass ein ganzheitliches Verständnis von Bildung zugrunde gelegt werden muss, soll bildungspolitisch etwas bewegt werden. Bildung muss den ganzen Menschen in den Blick nehmen. Bildungspolitik darf nicht auf Zuständigkeitsfragen reduziert werden.
 
Der Deutsche Kulturrat unterstreicht mit Nachdruck, dass Bildung mehr ist als Qualifizierung. Bislang sieht es so aus, als würden allein Qualifizierungsfragen im Mittelpunkt des Bildungsgipfels stehen. Qualifizierung ist ein Bestandteil von Bildung. Bildung erschöpft sich aber nicht in Qualifizierung.
 
In diesem Zusammenhang bedauert der Deutsche Kulturrat, dass Fragen der kulturellen Bildung beim Bildungsgipfel keine Rolle spielen und wichtige bildungspolitische Akteure wie die Kommunen und die Kulturverbände nicht gehört werden.
 
Der Vorsitzende des Deutschen Kulturrates, Prof. Dr. Max Fuchs, sagte heute (16.10.) in Berlin: „Der geplante Bildungsgipfel ist bislang leider eine vertane Chance. Er scheint sich nur auf Fragen der Qualifizierung zu konzentrieren. Das ist sehr bedauerlich, denn gerade der Bildungsgipfel hätte eine Chance sein sollen, um über eine bessere Verzahnung des Bildungswesens in Deutschland zu sprechen. Zu einem besseren Bildungssystem gehört auch eine verbesserte finanzielle Ausstattung. Deutschland hinkt mit Blick auf die Bildungsausgaben gegenüber anderen OECD-Ländern erschreckend deutlich hinterher.“