Essen - Die Theater- und Philharmonie Essen GmbH (TuP) hat «mit Fassungslosigkeit und Empörung» auf die von der Bezirksregierung Düsseldorf geforderten Einsparungen reagiert. Die Bezirksregierung sei weiterhin nicht bereit, einen finanziellen Ausgleich für die Tariferhöhungen der Jahre 2008 und 2009 zu gewähren, sagte der TuP-Betriebsratsvorsitzende Adil Laraki. Das führe dazu, dass sich bis 2013 ein Defizit von mehr als 15 Millionen Euro anhäufen werde.
Den Angaben zufolge lassen sich Einsparungen in diesem Umfang nicht umsetzen, ohne die künstlerische Qualität einzuschränken oder einzelne Sparten zu schließen. Um alle künstlerische Sparten zu erhalten, war in der vergangenen Woche eine Unterschriftenaktion gestartet worden, die bislang von mehr als 10 000 Bürgern unterstützt wird. Die TuP umfasst die Bereiche Oper, Schauspiel, Philharmonie, Philharmoniker und Ballett.
Am Mittwoch sind die rund 700 Mitarbeiter zu einem «bunten Zug» zur Ratsversammlung aufgerufen, um dort für Unterstützung durch die Politik zu werben. Die Stadtvertreter sollen dabei auch über einen Sonderzuschuss in Höhe von 3,4 Millionen Euro für die finanziell angeschlagene TuP entscheiden.