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Festspielhaus-Sanierung in Bayreuth: Vertrag wird unterzeichnet

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Bayreuth - Wenige Wochen nach dem Ende der Bayreuther Festspiele schreiten die Planungen für die millionenschwere Sanierung des Opernhauses weiter voran. Heute (Mittwoch/15.30 Uhr) wollen Politiker eine Finanzierungsvereinbarung für die anstehenden Arbeiten unterzeichnen. 30 Millionen Euro sind für den ersten Bauabschnitt notwendig.

 

Zur Vertragsunterzeichnung werden Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), der bayerische Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) und Festspiel-Chefin Katharina Wagner erwartet. Die Gesellschafter hatten sich bereits im Sommer auf eine Kostenaufteilung geeinigt: Bund und Land zahlen je zehn Millionen Euro, das restliche Drittel kommt von der Stadt Bayreuth, dem Bezirk Oberfranken und der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth.

Das Festspielhaus wurde nach den Vorstellungen des Komponisten Richard Wagners (1813-1883) gestaltet. Bis heute werden dort alljährlich zur Festspielzeit ausschließlich seine Werke aufgeführt. Weltberühmt ist das Opernhaus für seine einzigartige Akustik.

Im Vorfeld der Vertragsunterzeichnungen äußerte sich Kunstminister Heubisch (FDP) zur Leitung der Bayreuther Festspiele. Sie solle in der Hand der Wagner-Familie bleiben. «Eine Festspielleitung ohne die Familie Wagner kann ich mir nicht vorstellen», sagte er der Nachrichtenagentur dpa in München. «Der Name lautet "Richard-Wagner-Festspiele" und das sagt doch eigentlich alles. Wenn man so viele Familienmitglieder hat, die sich im Bereich Kunst engagieren, sollte das Wagner-Gen dort erhalten bleiben.»

Die Verträge der Chefinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier laufen im Jahr 2015 aus. Während ihr Vater Wolfgang Wagner noch mit einem Engagement auf Lebenszeit ausgestattet war, bekamen die Töchter 2008 lediglich einen Intendantenvertrag mit der üblichen Laufzeit von sieben Jahren.

Infos zum Festspielhaus
 

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