München - Das Münchner Goethe-Institut macht den Betrieb von Auslandsstandorten von der Sicherheitslage abhängig. Der Vorstand richte sich dabei unter anderem nach den Festlegungen des Auswärtigen Amts, teilte eine Sprecherin mit. «Er tauscht sich kontinuierlich mit den Regionalinstituten über die Sicherheitslage der Institute in seinen Gastländern aus und bezieht alle verfügbaren Informationen und Einschätzungen von Experten vor Ort und in Deutschland in seine Analysen ein.»
So sei das Institut in Damaskus seit Anfang 2012 geschlossen, und es gebe derzeit keinen Entsandten in Kabul. Die Sicherheitsmaßnahmen würden kontinuierlich angepasst. Dazu gehörten etwa mehr Wachpersonal und Personenkontrollen sowie bauliche und organisatorische Maßnahmen. Im März war bei Anschlägen in der Elfenbeinküste in Westafrika die Leiterin des dortigen Goethe-Instituts, Henrike Grohs, getötet worden. Die Vereinten Nationen haben 2009 den 19. August zum Internationalen Gedenktag der humanitären Hilfe ernannt.
«Angesichts der krisenhaften Lage in vielen Weltregionen und der Grenzen, an die die politische Diplomatie stößt, bedarf es heute mehr denn je Begegnungsräume für den Dialog der Zivilgesellschaften und der Kulturen», sagte die Sprecherin. Die Aufgabe der Goethe-Institute sei es, «diesen offenen Dialog gerade auch in diesen unsicheren Zeiten aufrecht zu halten und gleichzeitig für den maximal möglichen Schutz für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sorgen».