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Gutachten sieht Einsparmöglichkeiten für Vereinigte Städtische Bühnen Krefeld/Mönchengladbach

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Krefeld - Im laufenden Betrieb der Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach (VSB) könnten jährlich rund 690 000 Euro eingespart werden. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten der Münchner Unternehmensberatung actori, welches in Krefeld vorgestellt wurde.

Um den Betriebsablauf zu verbessern, müssten allerdings zunächst rund 325 000 Euro investiert werden, hieß es. Damit müssten die technische Ausstattung effizienter gestaltet und ein elektronisches Kundenmanagement eingerichtet werden.

Durch eine längere Spieldauer einzelner Inszenierungen und die schrittweise Einführung eines Repertoires könnten laut dem Gutachten außerdem mehr Vorstellungen geboten werden.

Zudem sehen die Gutachter Einsparungsmöglichkeiten von rund drei Millionen Euro unter anderem durch Streichungen von Neuproduktionen und Verkleinerungen des Orchesters zu einem «C-Orchester». Eine entsprechende Summe könne etwa durch den Abbau von 16 Musikerstellen und durch die Schließung des Balletts gespart werden. Allerdings warnten die Münchner Berater davor, dass dies eine «Abwärtsspirale für das Theater in Gang» setzen könnte, die auch finanziell kontraproduktiv sei.

Durch eine organisatorische Neuordnung könnten die Städte Krefeld und Mönchengladbach zudem aufgewendete Gelder sparen, hieß es weiter. Nach einem bereits länger diskutierten Modell könnten die Bühnen Aufgaben von den Stadtverwaltungen wie etwa die Bereitstellung eines «spielfertigen Hauses» selbst übernehmen. Zudem plädierten die Gutachter die Rechtsform der VSB zu überdenken.

Seit 1950 werden die ehemals eigenständigen Bühnen von Krefeld und Mönchengladbach unter der Trägerschaft der Städte zusammengeführt. Laut ZDF-Theaterkanal erhalten die Vereinigten Bühnen jährlich 21 Millionen Euro an Zuschüssen.

 




 

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