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Jan Delay: Radio- und Fernsehsender wollen nicht anecken

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Berlin - Der Musiker Jan Delay übt scharfe Kritik an den Fernseh- und Rundfunkprogrammen. "Die Radio- und Fernsehsender wollen nichts, was beim Bügeln die Leute erschreckt«, sagte der 33-Jährige im ddp-Gespräch in Berlin. Nichts dürfe mehr anecken, kritisiert Delay, der am 14. August sein drittes Solo-Album »Wir Kinder vom Bahnhof Soul« veröffentlicht.

Die Uniformität in der Popmusik entsteht Delay zufolge durch das Diktat des Radios. Den Teenies gefalle das Angebot vielleicht nur, weil ihnen keiner die Perspektiven aufzeige. Es liege jedoch in der Verantwortung der Rundfunksender und der Internetportale, musikalische Alternativen aufzuzeigen, sagte Delay.

«Auch im Rap ist es leider oft so», sagte Delay, der mit der HipHop-Gruppe Absolute Beginner (jetzt Beginner) Ende der 90er Jahre erste Erfolge feierte. Aber es gebe immer wieder Leute, wie die amerikanischen Rapper Lil Wayne, 50 Cent oder Eminem, die das Gegenteil bewiesen. Auch in Deutschland habe sich «die ganze Gangster-Sache erledigt und totgelaufen». Jetzt kämen Leute wie Marsimoto oder K.I.Z.. «Die bringen frische Impulse rein», sagte
Delay.

 

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