Body
Kabarettist Ottfried Fischer bezieht vor möglichen Neuwahlen offen Stellung gegen Union und FDP. Kabarettisten hätten «die Pflicht», sich in die politische Willensbildung einzuschalten, sagte Fischer der «tz» (Donnerstagausgabe). Er müsse sich einfach «gegen so ein Kasperletheater, wie es der Westerwelle vorhat,» engagieren.
München (ddp). Fischer warnt auch davor, CDU-Chefin Angela Merkel zur neuen Bundeskanzlerin zu machen. Frauen in der Politik würden «zu Männern in ihren Verhaltensweisen», sagte Fischer dem Blatt und fügte hinzu: «Und Frau Merkel würde die Daumenschrauben noch fester anziehen als Gerhard Schröder.»Lob hat Fischer dagegen für den neuen Papst Benedikt XIV. Dieser sei «ein verdammt gescheiter Mann», sagte Fischer. Für die Kirche sei der konservative Papst gut. Schließlich dürfe die Kirche «kein esoterischer Verein» werden. Die Gläubigen erwarteten «klare Vorgaben». Er selbst habe jedoch ein anderes Weltbild als der Papst, betonte Fischer.