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Klage gegen Umbau des Dresdner Kulturpalastes geplant

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Dresden - Der geplante Umbau des Dresdner Kulturpalastes soll ein Fall für die Justiz werden. Wie eine Sprecherin des Vereins Dresdens Erben am Mittwoch sagte, will der Chefarchitekt des 1969 eröffneten Hauses, Wolfgang Hänsch, gegen die Erneuerungspläne klagen. Dies sei nach den erfolglosen Protesten der einzige Weg, das Vorhaben noch zu stoppen.

"Die Klageschrift ist im Grunde fertig, aber wegen des finanziellen Risikos noch nicht eingereicht", sagte die Sprecherin. Der Verein habe daher am Mittwoch einen Aufruf zum Erhalt des Gebäudes und eine Spendenaktion gestartet, um Geld für den Prozess zu sammeln. Hänsch wolle wegen des Verdachts auf Urheberrechtsverletzung vor Gericht ziehen. Insbesondere der Festsaal könne akustisch verbessert werden, ohne ihn komplett umzubauen.

Der denkmalgeschützte Kulturpalast dient als Stadthalle und soll ab 2012 nach den Plänen der Stadtverwaltung umfassend umgebaut werden. Aus dem Festsaal soll ein reiner Konzertsaal werden, der von der Dresdner Philharmonie und der Sächsischen Staatskapelle genutzt wird. Zudem sollen das Kabarett Herkuleskeule und die Hauptbibliothek der Städtischen Bibliotheken einziehen.



 

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