Deutscher Kulturrat begrüßt Aufforderung des Kulturstaatsministers an seine Länderkollegen - Anlässlich der heutigen Verabschiedung des zweiten Konjunkturpakets durch den Deutschen Bundestag begrüßt der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, dass das Konjunkturpaket auch dazu dienen soll, Kultureinrichtungen zu sanieren. In vielen Kultureinrichtungen gibt es einen beträchtlichen Investitionsstau, da die vielerorts gesunkenen Kulturausgaben der Länder und Gemeinden in den letzten Jahren gerade auch zu Lasten der Investitionsmittel im Kulturbereich gingen.
Der Deutsche Kulturrat hatte bereits am 18. Januar gefordert, dass das Konjunkturprogramm des Bundes auch den Kultureinrichtungen zu Gute kommen muss. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat heute seine Länderkollegen nachdrücklich aufgefordert, einen angemessenen Anteil aus dem Investitionsprogramm für die Kultur einzufordern. Denn jede Investition in die Kultur, so der Kulturstaatsminister weiter, sei eine nachhaltige Investition in die Zukunft unseres Gemeinwesens. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Bereits jetzt zeichnet sich unübersehbar ab, dass die private Kulturförderung durch Sponsoring und durch Stiftungen deutlich abbröckelt. Umso wichtiger ist es nun, das Konjunkturpaket II für Investitionen im Kulturbereich zu nutzen, denn man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass in den kommenden Jahren auch die öffentliche Kulturförderung sinken wird, um den jetzt aufgetürmten Schuldenberg abzutragen. Mittel für Investitionen in die kulturelle Infrastruktur werden dann kaum mehr vorhanden sein. Die Kulturminister der Länder tragen jetzt die Verantwortung, dass auch die Kultureinrichtungen Nutznießer des Konjunkturpaketes werden.“