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Kunstministerium zahlt Extra-Professur für Bachakademie-Leiter [UPDATE, 17.10.]

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Stuttgart - Ungeachtet der Diskussion um Sparmaßnahmen an den Musikhochschulen ist in Stuttgart laut einem Zeitungsbericht eine Professur für den neuen Bachakademie-Leiter Hans-Christoph Rademann geschaffen worden. Das Kunstministerium zahle die zusätzliche Stelle zunächst mit einer «Überbrückungsfinanzierung», berichteten die «Stuttgarter Nachrichten» (Donnerstag) unter Berufung auf einen Sprecher von Ministerin Theresia Bauer (Grüne).

 

Diese hatte im Sommer mit ihren Sparvorhaben von 50 Professorenstellen und 500 Studienplätzen an den fünf Musikhochschulen im Land Kritik ausgelöst. Rademann, der im August die künstlerische Leitung der Bachakademie übernommen hat, hatte seine Unterschrift dem Bericht zufolge von einer Professur in Stuttgart abhängig gemacht. Die Hochschule habe deshalb eine Stelle ausgeschrieben, die eine Teilzeitprofessur für «Chorleitung und Chordirigieren, insbesondere unter Berücksichtigung der geistlichen Musik und der Pflege Bachscher Musik» vorsah.

[UPDATE, 17.10.]

Die Professur passe hervorragend in das Profil der Hochschule, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Donnerstag. Es gebe 20 Bewerbungen und das Auswahlverfahren sei noch nicht eröffnet. Bauer sagte, Rademann sei ohne Zweifel hervorragend geeignet, weil in der Ausschreibung ein Schwerpunkt rund um Bach gelegt worden sei. Das Land gebe für drei Jahre 180 000 Euro zur Anschubfinanzierung. Danach müsse die Musikhochschule die Mittel aus eigener Kraft aufbringen.

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