Stralsund/Rostock/Schwerin - Im Streit um die stockende Theaterreform wächst der Druck des Publikums auf die Politik für den Erhalt des Theaters Vorpommern. Am Freitag sollen in Schwerin 13 521 Unterschriften einer Petition an den Vorsitzenden des Landtags-Petitionsausschusses, Manfred Dachner, übergeben werden. Das teilten die Fördervereine Hebebühne und BallettVorpommern als Initiatoren am Dienstag mit.
Die Unterschriften seien von Mitte Februar bis Mitte Mai gesammelt worden. Auf der Plattform «openPetition» sei die Petition innerhalb kurzer Zeit zur größten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, zur größten Petition im Kultursektor bundesweit und zu einer der zehn größten Petitionen überhaupt auf der Plattform geworden. Dies verdeutliche den hohen Stellenwert des Theaters bei den Bürgern. Zur Unterschriften-Übergabe wollen unter anderem der Intendant des Theaters Vorpommern, Dirk Löschner, und der Opernchor des Theaters Vorpommern nach Schwerin reisen.
Vor einem Jahr waren dem Petitionsausschuss bereits mehr als 14 000 Unterschriften gegen weitere Kürzungen bei der Norddeutschen Philharmonie Rostock übergeben worden. Der Ausschuss regte daraufhin höhere Mittel der Hansestadt für das Rostocker Volkstheater an. Das Orchester ist in den vergangenen 20 Jahren bereits von 90 auf 70 Musiker geschrumpft worden. Nun ist eine weitere Verkleinerung auf 59 Orchesterstellen geplant.