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Minister: Landesbeteiligung bei Theatern im Osten möglich

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Schwerin - Die Reform der Theater und Orchester kommt nach Ansicht von Kulturminister Mathias Brodkorb (SPD) im Osten Mecklenburg-Vorpommerns voran. Die Kreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Rügen sowie die Städte Greifswald, Neubrandenburg, Neustrelitz und Stralsund haben eine Absichtserklärung dazu mit dem Land unterschrieben, teilte das Ministerium mit. Darin sei geregelt, das die Bühnen und Ensembles im Osten nicht benachteiligt werden dürfen, sollten im westlichen Landesteil Strukturveränderungen unterbleiben.

 

Wenn im Osten tragfähige Strukturen entwickelt werden, sei die Landesregierung bereit, sich an Umstrukturierungskosten und Investitionen zu beteiligen. Nach 2020 sei auch eine Landesbeteiligung möglich. Hintergrund dieser Vereinbarung ist, dass das Land die vier großen Theater und Orchester seit Jahren zu Zusammenschlüssen drängt. In der Diskussion sind unter anderem ein «Zwei Landesopern-» und ein «Zwei Staatstheater-Modell.» Rostock hat sich aber einem Zusammengehen mit Schwerin bisher verweigert. Im Osten sollen das Theater Vorpommern mit Stralsund und Greifswald sowie die Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz und die Bühne in Anklam kooperieren.

Laut Brodkorb sei die Unternehmensberatung Metrum aus München dabei, bis Mitte 2014 zusammen mit den Theatern Zukunftsmodelle zu erarbeiten. Von der neuen Theaterstruktur erwartet das Land eine größere Effektivität. Die Bühnen sollen bis 2020 mit den 35,8 Millionen Euro Landeszuschüssen pro Jahr auskommen, die seit 1994 unverändert sind.

 

 

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