Berlin - Kulturstaatsministerin Claudia Roth sieht einen «sehr erfreulichen Auftakt» beim Kulturpass für 18-Jährige. Bereits mehr als 100 000 junge Menschen seien dabei, «mit dem Kulturpass unterschiedliche Formen von Kultur zu entdecken und zu erleben», sagte Roth in Berlin zu den jüngsten Zahlen.
Insgesamt können bis zum Jahresende rund 750 000 Berechtigte auf das Angebot zugreifen, die als 2005 Geborene in diesem Jahr 18 Jahre alte werden. Das Guthaben soll zwei Jahre lang gültig bleiben. Unterstützt wird Roth bei dem Projekt von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Die mit 100 Millionen Euro ausgestattete Förderung reicht zunächst für rund 60 Prozent der 18-Jährigen.
«Es ist ein positives Signal, dass die jungen Menschen den Kulturpass insbesondere auch für Live-Kultur, für Konzerte und Bühnenvorstellungen nutzen», sagte Roth. Damit zeige sich, dass die Ausrichtung stimme und der Kulturpass die beabsichtigte Wirkung für die Kulturbranche erziele.
Seit dem Start der App Mitte Juni haben sich inzwischen mehr als 310 000 Menschen registriert. Gut 100 000 der 18-Jährigen darunter haben das Budget über eine elektronische Identifizierung freigeschaltet. Inzwischen gibt es den Angaben zufolge mehr als 95 000 Reservierungen, über die Umsätze in Höhe von etwa 1,8 Millionen Euro generiert wurden. Der größte Umsatz entfiel auf die Kategorie «Konzert und Bühne», gefolgt von «Bücher» und «Kino».
Das Pilotprojekt soll 18-Jährigen nach der Pandemie kulturelle Live-Erlebnisse finanziell erleichtern. Sollte der Kulturpass ausreichend genutzt werden, will Roth das Angebot in Zukunft auf weitere Altersgruppen ausweiten. Aus Sicht der Kulturstaatsministerin sei es ein Erfolg, wenn etwa zwei Drittel der Berechtigten auf den Kulturpass zugreifen.