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Sachsen: Koalitionsfraktionen bessern am Kulturhaushalt nach

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Dresden - Der Sächsische Kultursenat zeigt sich überwiegend zufrieden mit den Korrekturen am Entwurf des sächsischen Doppelhaushalts 2013/14. "Es ist erfreulich, dass in fast allen unseren Kritikpunkten nachgebessert wurde", sagte Präsident Jürgen Uwe Ohlau am Dienstag nach der Übergabe des fünften Kulturberichts an Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos). In dem Bericht wird vorrangig die Kulturelle Bildung thematisiert.

 

Nach Angaben Ohlaus sollen beispielsweise die Kulturräume, die 2010 rund drei Millionen Euro für die Kommunalisierung der Landesbühnen abgeben mussten, um eine halbe Million Euro entlastet werden. Ursprüngliche Kürzungen bei den Musikschulen um 100.000 Euro werden zurückgenommen. Für das Dresdner Schloss stehen demnach in Kofinanzierung mit dem Bund zehn Millionen Euro mehr zu Verfügung. Hier waren die Mittel für den Ausbau ursprünglich auf vier Millionen Euro zurückgefahren worden. Details wollten die kulturpolitischen Sprecher der CDU-FDP-Koalition am Donnerstag bekannt geben.

Der Kultursenat erwartet auch, dass Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) trotz angespannter Personallage keine Defizite im musischen Bereich mehr zulassen will. Von den 655 aktuell eingestellten Lehrkräften unterrichten 67 auch das Fach Musik.

Wie es weiter hieß, soll an der Dresdner Musikhochschule die Schulmusikausbildung aufgestockt werden, sodass 150 Absolventen jährlich ausgebildet werden können.

Kulturelle Bildung soll nach den Kritikpunkten im Bericht des Kultursenats eine Querschnittsaufgabe für alle Schulen werden und nicht auf Ganztagsangebote beschränkt bleiben. Das für die Jugendarbeit zuständige Sozialministerium müsse stärker in die interministerielle Arbeitsgruppe zur kulturellen Bildung einbezogen werden, forderte der Senat.

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