Frankfurt/Main - Der Konzertchef der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, erneuert seine Kritik an der Art der Ernennung des künftigen Intendanten Alexander Pereira. Die Interessen der Findungskommission «haben nicht zwingend mit dem zu tun, was die Salzburger Festspiele sind und wie sie künftig aussehen sollen», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwochausgabe).
Es könne nicht nur um «Wirtschaftlichkeit und Umwegrentabilität gehen. Damit würde man den Festspielen das Schlechteste antun.» Die Entscheidung für Pereira selbst wollte Hinterhäuser nicht kommentieren. Es sei nicht fair, vor Pereiras Amtsantritt Zensuren zu verteilen. Er habe aber seinen 2011 endenden Vertrag nicht verlängert, weil er mit Pereira gänzlich anderer Meinung sei, was die innere Struktur der Festspiele betreffe. «Es geht nicht, dass man die Personen, die Konzert und Schauspiel künstlerisch verantworten, aus dem Direktorium ausschließt», kritisierte der Konzertchef. Mitte Juli war bekannt geworden, dass er das Festival mit Ablauf seines Vertrages 2011 verlässt.