Berlin - Nach dem Aus für die Integrationswelle Radio Multikulti startet am Montag (23. Februar) das Webradio multicult2.0 sein Live-Programm. Im Mittelpunkt des Programms stehe von Montag bis Freitag das «CultMagazin», das Hörer mit aktuellen Nachrichten aus Politik und Kultur versorgen soll.
Im Tagesreport «Eingefangen» sollen Brennpunkt-Themen aus Berlin und Brandenburg behandelt werden. Tipps zu CDs und Filmen, eine internationale Presseschau sowie die Sendung «eco Mondo - Leben und Umwelt» werden den Angaben zufolge das Programm komplettieren.
Nach 14 Jahren hatte der RBB am 31. Dezember Radio Multikulti eingestellt. Fünf Minuten später ging im Internet multicult2.0 auf Sendung. Der RBB hatte die Einstellung mit Sparzwängen begründet. Projektleiterin Brigitta Gabrin betonte, dass sieben Wochen nach dem Sendestart ein «wichtiger Meilenstein» geschafft worden sei. Auf die von vielen Hörern gewünschte Frühsendung müsse noch gewartet werden, aber das Team arbeite mit Hochdruck am Ausbau der Kapazitäten.
Die frühen Abendstunden beim Webradio sind muttersprachlichen Sendungen gewidmet. Als einziger Sender in Deutschland will multicult2.0 neben kurdischen oder arabischen Musikmagazinen sogar ein Programm in Vietnamesisch produzieren. Mithilfe der neu entwickelten iMedia Software könnten Hörer einige Sendungen zeitgleich auch in deutscher Sprache verfolgen. In die Nacht begleiten sollen Musikmagazine aus Berlin sowie Sendungen von kooperierenden Radioanstalten aus Europa, Afrika und Südamerika.
Das Webradio finanziert sich eigenen Angaben zufolge ausschließlich über Spenden. Die Beschäftigten arbeiten auf ehrenamtlicher Basis.