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György Ligeti
György Ligeti
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György Ligeti 80

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Seine historische Stellung in der Geschichte der Neuen Musik ist schon seit langer Zeit gesichert, genau: mit dem Orchesterstück „Atmosphères“, das Anfang der 60er-Jahre uraufge-
führt wurde.

Ligetis Erfindung der „Klangflächenkomposition“ entwickelte sich aus der intensiven Beschäftigung mit Serieller Musik: Sein Verzicht auf Intervallprägnanz, rhythmisches Profil und durchhörbare Zeichnung führte zwangsläufig zur totalen Autonomie des Klanges, für den nur noch Farbe, Dichte, Volumen und Binnenstruktur prägend sind. Selbständig geführte Stimmen verschmelzen zur so genannten „Mikropolyphonie“, das Ergebnis ist ein faszinierendes Fließen einer scheinbar oft statisch wirkenden Klangfläche. Im Orchesterstück „Apparitions“ wurden die neuen Techniken zum ersten Mal perfekt realisiert. Ligetis Schaffen erweitert sich in der Folgezeit aber erheblich: Absurdes Musiktheater in „Aventures“ und „Nouvelle Aventures“ beziehen die Sprache ein, Mitte der 60er-Jahre bilden sich auch wieder plastischere Charaktere in seiner Musiksprache aus. Seine Oper über den „Großen Makabren“ wurde von vielen Bühnen gespielt. György Ligeti, am 28. Mai 1923 in Diciosanmartin (Siebenbürgen) geboren, lebt heute in Hamburg, wo er auch seinen 80. Geburtstag feiern wird.

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