Der traditionsreiche Klavierhersteller Schimmel geht in die Insolvenz. Dies meldet die Braunschweiger Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe unter Berufung auf den Insolvenzverwalter Joachim Schmitz. Empfindliche Einbrüche beim Absatz von Instrumenten vor allem in den USA hätten diesen Schritt notwendig gemacht.
Ein Insolvenzplanverfahren soll für einen Vergleich mit den Gläubigern und damit für die Erhaltung des Unternehmens und der 144 Arbeitsplätze sorgen, so Schmitz gegenüber der Braunschweiger Zeitung. Die Belegschaft zeigte sich unterdessen solidarisch mit der Unternehmensführung, der, so Schimmel-Betriebsratsvorsitzender Thilo Kondermann, kein Vorwurf zu machen sei.
Die von Wilhelm Schimmel 1885 in Leipzig gegründete Firma verlegte ihren Sitz 1927 nach Braunschweig und zählt zu den führenden Klavierherstellern. Die Klavierbauindustrie kämpft seit einiger Zeit mit Problemen. Bei der diesjährigen Frankfurter Musikmesse waren die Mitglieder des Bundesverbandes Klavier nicht als Aussteller vertreten. Ende 2007 stellte Rud. Ibach Sohn GmbH & Co. KG, die älteste Pianofortemanufaktur der Welt, ihre Produktion ein.