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Meisterkurs für Violine in Dresden. Foto: M. Hufner
Geigenbauer entwickelt nachhaltiges Griffbrett - Ersatz für Ebenholz. Foto: Hufner
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Geigenbauer entwickelt nachhaltiges Griffbrett - Ersatz für Ebenholz

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Markneukirchen - Mit einem neuartigen Griffbrett will ein Geigenbauer aus dem vogtländischen Markneukirchen den jahrhundertalten Musikinstrumentenbau zukunftsfähig halten. Weil Rohstoffe wie Ebenholz zunehmend gefährdet seien, hat Robert König für Griffbretter einen Ersatzwerkstoff aus recyceltem Papier, Naturharz und einem Kern aus einheimischem Nadelholz entwickelt, der vom Original nicht zu unterscheiden sei.

«Das war unsere oberste Zielstellung: Der Musiker darf den Unterschied weder sehen noch hören», sagte Robert König der Deutschen Presse-Agentur dpa. Erste positive Rückmeldungen von Künstlern gäbe es bereits.

Gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern, dem Institut für Musikinstrumentenbau Zwota und dem Cellobaumeister Stefan Kreul aus Markneukirchen, tüftelte König über ein Jahr lang an dem Griffbrett. Eingesetzt werden könne der Verbundstoff bei Geige, Cello und Kontrabass. Anfang des Monats war König für seine Erfindung mit dem Umweltpreis der Handwerkskammer Chemnitz ausgezeichnet worden.

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