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Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb 2010 ausgeschrieben

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Nach 2004 mit Gustavo Dudamel und 2007 mit Shi-Yeon Sung als Gewinner haben die Bamberger Symphoniker zum dritten Mal den Bamberger Symphoniker Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb 2010 ausgeschrieben. Die Endrunde findet vom 26. Februar bis 7. März in der Konzerthalle in Bamberg statt. Der Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2009.

(Bamberg, Fränkischer Tag) - Als die Bamberger Symphoniker für 2004 erstmals ihren Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb ausschrieben, war das noch ein Wagnis. Doch schon mit Gustavo Dudamel als erstem Preisträger setzte dieser Wettbewerb Maßstäbe und wurde für den aus Venezuela stammenden Gewinner zum Startschuss für eine atemberaubende Karriere. Auch die Siegerin des zweiten Durchgangs im Jahr 2007, die Südkoreanerin Shi-Yeon Sung, ließ inzwischen mit hochrangigen Gastdirigate und Engagements aufhorchen.

In der April-Ausgabe der Fachzeitschrift "Das Orchester" haben die Bamberger Symphoniker jetzt durch einen großen Folder auf den dritten Wettbewerb aufmerksam gemacht. Chefdirigent Jonathan Nott und Intendant Wolfgang Fink beschreiben in einem Vorwort ausführlich, worum es geht: "Hochbegabte Nachwuchsdirigenten erhalten die Möglichkeit, mit einem Spitzenorchester wie den Bamberger Symphonikern künstlerisch zu arbeiten und sich und ihr Können der musikalischen Öffentlichkeit zu präsentieren."

Der Wettbewerb, der vom 26. Februar bis 7. März 2010 stattfinden wird, will den Weg fortsetzen, den seine geistigen Väter Ernest Fleischmann und Paul Müller eingeschlagen haben: ein Forum der Nachwuchsförderung zu schaffen, das weltweite Beachtung findet. Was unter anderem auch dadurch unterstrichen wird, dass Marina Mahler, Enkelin von Gustav Mahler, wiederum die Schirmherrschaft übernommen hat und als Ehrenmitglied der Jury fungiert.

Präsident der Jury ist Jonathan Nott, weitere Mitglieder sind Ehrendirigent Herbert Blomstedt, der Komponist Matthias Pintscher, Intendant Wolfgang Fink, der frühere Symphoniker-Intendant und jetzige Leiter des Schleswig-Holstein Musik Festivals Rolf Beck, Jonathan Mills, Direktor des internationalen Edinburgh Festivals und Komponist sowie ein Mitglied des Orchesters.

Das Repertoire des dritten Wettbewerbs ist wie immer anspruchsvoll und schlägt, ganz im Sinne des Namensgebers, den Bogen von der Tradition über die klassische Moderne bis hin zu Gegenwart. Die Stücke, mit denen die Teilnehmer sich präsentieren sollen, stammen von Joseph Haydn (Symphonie Nr. 104 D-Dur), Gustav Mahler (Symphonie Nr. 4 G-Dur sowie eine Auswahl aus den Orchesterliedern), Matthias Pintscher ("towards Osiris" von 2005), Anton Webern (Fünf Stücke für Orchester op. 10) und Jörg Widmann ("Con brio" von 2008).

Die Teilnehmer dürfen am 1.1.2010 nicht älter als 35 Jahre sein. Sie bewerben sich mit entsprechendem Material und werden von den Jurymitgliedern für den Wettbewerb ausgewählt, der in mehreren Runden durchgeführt wird. Der 1. Preis ist mit 20 000 Euro dotiert, der 2. Preis mit 10 000 Euro, der 3. und 4. Preis mit je 5000 Euro. Die Juroren stellen darüberhinaus in Aussicht, einen oder mehrere Preisträger zu Konzerten mit international renommierten Orchestern einzuladen.



 

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