Hamburg - Zahlreiche Bands und Musiker wollen am Samstag (19. September) in Hamburg für bessere Bedingungen im Musikgeschäft demonstrieren. Mit der Aktion würden Rock- und Popmusikkünstler für das Recht eintreten, von ihrer Kunst leben zu können, teilten die Initiatoren vorab in Hamburg mit. Der Demonstrationszug beginnt um 13.00 Uhr auf dem Beatlesplatz auf der Reeperbahn. Ab 14.30 Uhr sind Konzerte und eine Kundgebung auf dem nahe gelegenen Spielbudenplatz geplant.
«Die Nachwuchsförderung kommt in der deutschen Musikszene kürzer als im deutschen Fußball», kritisierten die Veranstalter. So sei auch die diesjährige Musikmesse Popkomm aus Geldmangel abgesagt worden. Ohnehin werde nur noch Geld für Superstars ausgegeben. Zudem sei die Bezahlung in Kneipen und Clubs «meist unterirdisch». Die Gäste zahlten erst dann, wenn ein Künstler bekannt sei. Unbekannte Künstler könnten sich deshalb keine Lebensgrundlage erwirtschaften.
Die Organisatoren um den Musiker Claudius Mach fordern den Angaben zufolge mehr Aufmerksamkeit sowie eine verbesserte Spielstättenförderung. So könne Newcomern der Weg geebnet werden. Wenn Stadt und Staat weiterhin den Betrieb von Spielstätten derart erschwerten, werde diese Quelle versiegen, hieß es.