Berlin - Bei der ersten Berlin Music Week vom 6. bis 12. September treten die Popkomm, das Berlin Festival, die Berlin Clubnacht und der Kongress all2gethernow gemeinsam unter einem Dach auf. Nach der Absage der Popkomm 2009 sei «ein Ruck durch die Berliner Musikszene gegangen», der die Kommunikation und das Zusammengehörigkeitsgefühl verstärkt habe, sagte Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke).
Die Berlin Music Week solle Berlins Ruf als «Hauptstadt der Musikindustrie» unterstreichen. «Die gesamte Stadt soll eine Bühne sein für die Trends für morgen.» Beim Berlin Festival auf dem Tempelhofer Flughafengelände spielen die Editors ihr einziges Deutschlandkonzert in diesem Jahr, wie der Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH, Moritz van Dülmen, ankündigte. Auch Adam Green wird erwartet. Insgesamt treten rund 70 Künstler auf drei Bühnen auf. Auch die Popkomm und der Kongress all2gethernow präsentieren sich in Tempelhof.
Wolf sagte, viele Aktivitäten seien noch in der Vorbereitung. Das Programm werde jedoch «so vielfältig sein wie die Musikszene» und eine internationale Ausrichtung haben.
Im vergangenen Jahr war die Popkomm wegen sinkender Teilnehmerzahlen abgesagt worden. Als Grund wurden die Folgen der Internetpiraterie genannt. Daraufhin hatten der Musikunternehmer Tim Renner, die Agentur Newthinking Communications und das Radialsystem V die Veranstaltung all2gethernow gegründet. Die Berlin Music Week bündelt nun Aktivitäten und Vertreter der Szene.