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Munch-Ausstellung in Lübeck +++ Kunst im Koloss - Studenten erobern Prora +++ Kunsthalle Villa Kobe zeigt Bilder von Horst Antes +++ Architektonische Visionen des Expressionismus im Bauhaus-Archiv
Munch-Ausstellung in Lübeck
Lübeck (ddp). Edvard Munch und seiner besonderen Beziehung zu Lübeck ist ab dem 3. August eine große Ausstellung in der Hansestadt gewidmet. Gut 100 Jahre nach Munchs erstem Besuch in der Hansestadt werden erstmals die Gemälde und Graphiken in einer Ausstellung vereint, die der Norweger in der Hansestadt schuf, wie das Museum für Kunst und Kulturgeschichte am Montag mitteilte. Die Ausstellung umfasst 21 Ölgemälde und 40 graphische Arbeiten, die in Lübeck entstanden oder direkt mit Munchs Beziehung zur Stadt verbunden sind. Darunter sind Werke, die noch nie gezeigt wurden.
Kunst im Koloss - Studenten erobern Prora
Prora/Hamburg (ddp-nrd). Mit Kunstprojekten wollen Studenten aus sieben Ländern in diesem Sommer einem leer stehenden Block des ehemaligen Kraft-durch-Freude-Seebades (KdF) in Prora auf Rügen neues Leben einhauchen. Die 30 Teilnehmer der Aktion «prora.allinclusive» besetzen ab Dienstag die fünf Etagen im Nordkomplex des 4,5 Kilometer langen «Kolosses von Rügen», wie die Hochschule für bildende Künste Hamburg mitteilte.
Mit künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeiten solle der faschistoiden Gleichförmigkeit des Gebäudes individuelle Kreativität entgegengesetzt werden, sagte ein Sprecher. Beteiligt seien angehende Architekten, Designer, Filmschaffende, Bildende Künstler sowie Natur- und Geisteswissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Litauen, Österreich, Polen und Portugal.
Kunsthalle Villa Kobe zeigt Bilder von Horst Antes
Halle (ddp-lsa). In der Villa Kobe in Halle wird am Donnerstag eine Ausstellung mit Bildern von Horst Antes eröffnet. Vorgestellt werden Papierarbeiten und Grafiken des Künstlers, die einen Schaffenszeitraum von 20 Jahren umfassen. Der 1936 in Heppenheim geborene Antes studierte an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe. Markenzeichen seiner figurativen Malerei sind die so genannten Kopffüßler-Menschen, wie die Stadtverwaltung am Montag in Halle mitteilte.
Die Werke stammen aus dem Besitz des Sammlerehepaares Eva und Carl Großhaus. Die Ausstellung in der Kunsthalle Villa Kobe ist bis zum 31. August 2003, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, in der Zeit von 14.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
Architektonische Visionen des Expressionismus im Bauhaus-Archiv
Berlin (ddp-bln). Unter dem Motto «Der Bau einer neuen Welt - Architektonische Visionen des Expressionismus» stellt das Bauhaus-Archiv in Berlin die Architektur nach dem Ersten Weltkrieg vor. Ab heute bis 15. September sind insgesamt mehr als 120 Objekte - Zeichnungen, Modelle, Gemälde und Grafiken - aus dieser ungewöhnlich vielgestaltigen, gleichzeitig aber nur wenige Jahre dauernden Aufbruchphase in die Moderne zu sehen, sagte eine Sprecherin.
Im politischen Chaos der Jahre nach dem Ersten Weltkrieg suchten auch Architekten nach neuen Lösungen. Alles Bekannte hinter sich lassend wandten sie sich umfassenden Ansätzen zu, die nichts weniger im Blickfeld hatten als die Gestaltung einer Neuen Welt. Diese Gedankenspiele, die wie eine Mischung aus Jules Verne und Startrek aussehen, gehören zum Gewagtesten, das die Architektur des 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Die Zeichnungen eines Scharoun, Mies van der Rohe, Poelzig oder Luckhardt zählen zu den überzeugendsten ihrer Gattung. Die wenigen ausgeführten Bauten wie der Einsteinturm in Potsdam oder das Chilehaus in Hamburg zählen zu den bekanntesten Gebäuden der 20er Jahre.