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24.9.: oper und konzert aktuell +++ oper und konzert

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Produktionen bei «spielzeiteuropa» im Haus der Berliner Festspiele +++ Moritzbug Festival auf Tournee in New York +++ Aufführungen aus allen neuen EU-Ländern bei euro-scene Leipzig

Produktionen bei «spielzeiteuropa» im Haus der Berliner Festspiele
Berlin (ddp-bln). Die erste Herbst/Winter-Ausgabe von «spielzeiteuropa» im Haus der Berliner Festspiele bringt unter anderem folgende Produktionen:
--«eraritjaritjaka» nennt Heiner Goebbels ein von ihm selbst inszeniertes Stück nach Elias Canetti mit dem Schauspieler André Wilms und dem Amsterdamer Monriaan-Quartett. Es wird in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln gezeigt (12. bis 14. November 2004).

--Das Ungarische Nationaltheater Budapest zeigt das Musikdrama «Roncsolt Kópia» («Zerkratztes Zelloloid») von Benedek Darvas und Béla Pintér (20. und 21. November 2004). Es folgt mit Schauspielern und Musikern des Theaters aus Kaposvár die deutsche Erstaufführung von «Csak egy szög» («Nur ein Nagel») von Márton Kovbács, István und János Mohácsi (26. und 27. November 2004)

--Frei nach Gay/Pepuschs «Bettleroper» schrieb Robert Lepage «The Busker\'s Opera». Die Aufführung kommt aus Quebec, entstanden in Koproduktion mit französischen und belgischen Bühnen (8. bis 11. Dezember 2004)

--Im Palast der Republik ist Döblins «Berlin Alexanderplatz» in der Fassung und Regie von Frank Castorf zu sehen (15., 16., 18., 19., 21. bis 23. und 25. bis 27. Januar 2005)

--Den Abschluss bildet in Peter Brooks Regie «Tierno Bokar» von Amadou Hampaté Bâ in den Sophiensälen (15. bis 20. und 22. bis 27. Februar 2005)



Moritzbug Festivalauf Tournee in New York
3. - 5. Oktober 2004 - New Yorker Erstaufführung von Olli Mustonens "Toccata"
Nach seinem gefeierten Debüt im September 2003 wird das Moritzburg Festival vom 3.- 5. Oktober 2004 erneut in New York zu Gast sein.
Künstler der Tournee: Jan Vogler, Olli Mustonen, Adam Neiman, Cynthia Phelps, Kai Vogler, Mira Wang, Priscilla Lee, Timothy Cobb, Hsin-Yun Huang

Die Idee Jan Voglers, des künstlerischen Leiters von Moritzburg Festival ist es, Musiker aus der ganzen Welt zusammenzubringen, besonders aber auch den amerikanisch-deutschen Kulturaustausch zu fördern. Einen besonderen Höhepunkt bildet dabei das Konzert für die Vereinten Nationen im New Yorker Pierre Hotel am 4. Oktober, das auf Einladung des deutschen Botschafters bei der UN stattfindet.
Am 3. Oktober steht ein Konzert in der Carnegie Hall mit der New Yorker Erstaufführung von Olli Mustonens "Toccata" auf dem Programm; Mustonen war Composer-in-Residence beim Moritzburg Festival 2003. Am 5. Oktober schließlich werden Künstler des Moritzburg Festivals mit einem Gala-Konzert im legendären New Yorker Yacht Club zu hören sein. Dieses Konzert wird von der "Friends of Dresden Music Foundation" veranstaltet, die u.a. ein amerikanisch-deutsches Musikprogramm für die Feierlichkeiten der Wiedereröffnung der Frauenkirche 2005 unterstützt.
Die Konzerte in New York stehen unter der Schirmherrschaft Schirmherrschaft deutsch-amerikanischer Botschaften und Generalkosulate sowie des Sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Georg Milbradt und werden gefördert durch das Transatlantik-Programm der Bundesregierung sowie durch Volkswagen of America und zahlreiche weitere Sponsoren.

Programm:
3. Oktober 2004, 14.00 Uhr
New York, Weill Recital Hall at Carnegie Hall

W. A. Mozart Adagio und Fuge c-Moll KV 546 für 2 Violinen, Viola, Cello
und Kontrabass

D. Schostakowitsch Quintett g-Moll op. 57 für Klavier, 2 Violinen, Viola und
Violoncello

O. Mustonen Toccata für 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass und
Klavier

J. Brahms Sextett G-Dur op. 36 für 2 Violinen, 2 Violen und 2 Violoncelli

4. Oktober 2004, 19.00 Uhr
Concert for the United Nations, Pierre Hotel

A. Dvorák Quartett Es-Dur op. 87 für Klavier, Violine, Viola und
Violoncello

J. Brahms Sextett G-Dur op. 36 für 2 Violinen, 2 Violen und 2 Violoncelli

5.Oktober 2004, 19.00 Uhr
New York Yacht Club

J. S. Bach Kanons aus "Die Kunst der Fuge" für Violine und Violoncello

Ghys/ Servais Variations brillantes et concertantes sur l´air « God Save the
King » op. 38 für Violine und Violoncello

A. Dvorák Quartett Es-Dur op. 87 für Klavier, Violine, Viola und
Violoncello



Aufführungen aus allen neuen EU-Ländern bei euro-scene Leipzig
Leipzig (ddp-lsc). Unter dem Motto «Das Eigene im Gefüge» zeigt die euro-scene Leipzig in diesem Jahr zeitgenössische Theateraufführungen aus allen zehn Beitrittsländern der Europäischen Union (EU). Damit sei das Festival in Europa einzigartig, sagte die Direktorin Ann-Elisabeth Wolff am Donnerstag in Leipzig. Vom 9. bis 14. November würden 22 Ensembles aus den neuen Ländern in Leipzig Aufführungen inszenieren. Damit sei das Festival im Vergleich zu den Vorjahren deutlich größer geworden. Maximal 15 Künstlergruppen hätten zu den vergangenen Festivals in Leipzig gastiert.
Eröffnet werden soll die 14. euro-scene mit der Sprechtheater-Inszenierung «Weiter» des Regisseurs Alvis Hermanis aus Riga. Das Stück sei eine Bearbeitung nach Maxim Gorkis «Nachtasyl». Ein weiterer Höhepunkt sei die ungewöhnliche Inszenierung «Gesäubert» des polnischen Regisseurs Krzysztof Warlikowski. Beide Regisseure seien international anerkannt und gefeiert.
Besonders wichtig für Wolff ist aber, dass die meisten Regisseure in Deutschland völlig unbekannt sind. Die Qualität, nicht große Namen, sei das entscheidende Auswahlkriterium für die Stücke gewesen, sagte er. Um die Besonderheiten der einzelnen Länder noch deutlicher zu machen, würden alle Inszenierungen in der Originalsprache aufgeführt. Bei den meisten gebe es Simultanübersetzungen ins Deutsche.
Im Bereich des Tanztheaters gibt es in diesem Jahr viele kleinere, eigenwillige Aufführungen, wie Wolff ankündigte. Auch die Abschlussveranstaltung werde ein Tanztheaterstück sein. Das litauische Tanztheater Kaunas werde dann «Extremum Mobile» aufführen.
Dem Festival hätten in diesem Jahr mit 630 000 Euro mehr Mittel als im Vorjahr zur Verfügung gestanden, sagte Wolff. Gemessen an anderen europäischen Theaterfestivals sei der Etat jedoch sehr gering. Finanziert werde das Festival auch in diesem Jahr aus Geldern der Stadt und des Landes sowie durch kleinere Sponsoren. Neu sei der Hauptpartner BMW, der das Festival auch in Zukunft finanziell unterstützen werde. Damit wolle sich der Autohersteller für das kulturelle Flair Leipzigs engagieren, teilte Hubert Bergmann von der BMW-Niederlassung Leipzig mit.

http://www.euro-scene.de
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