Berlin - Der Jazz war eine der ersten Formen populärer Musik, die sich weltweit verbreitet haben. Den Welttag des Jazz rief die UN-Kulturorganisation Unesco im November 2011 ins Leben. Mit mehr als 80 Veranstaltungen in 30 Ländern wird der Aktionstag am heutigen Dienstag zum zweiten Mal begangen.
Gastgeber der zentralen Veranstaltung ist diesmal die türkische Metropole Istanbul. Zu den dort auftretenden Jazz-Größen gehören zum Beispiel Herbie Hancock und Al Jarreau. Der Jazz habe in den USA zur Überwindung der Rassendiskriminierung beigetragen, teilte die Unesco mit. Er stehe für Toleranz, Demokratie und Gleichberechtigung.
aus der Pressemeldung der Unesco:
Mit dem Welttag des Jazz würdigt die UNESCO eine Musikform, die in mehr als 100 Jahren zu einer universellen Sprache für Freiheit, Individualität und Vielfalt geworden ist.
Veranstaltungen und Projekte sollen an die globale Bedeutung des Jazz für kulturellen Dialog und künstlerischen Austausch erinnern. Musikeinrichtungen, Kulturinstitutionen, Universitäten und Schulen sind dazu aufgerufen, sich aktiv am Welttag zu beteiligen. ...
Entstanden ist der Jazz um 1900 in den Südstaaten der USA. Seine Wurzeln liegen in der Befreiungsbewegung der afrikanischen Sklaven. Das Datum des 30. April fällt mit dem Abschlusstag des "Jazz Appreciation Month" zusammen, der in den USA jedes Jahr im April zu Ehren der Jazzmusik gefeiert wird. Der Jazz war in den USA eine treibende Kraft zur Überwindung der Rassendiskriminierung und ein Symbol für Toleranz, Demokratie und Gleichberechtigung.