Dresden - Es war das bestbewachte Konzert der diesjährigen Dresdner Musikfestspiele: Am Donnerstagabend um 20.00 Uhr gelangte Udo Zimmermanns Werk «Lieder von einer Insel» zur Aufführung in der Dresdner Frauenkirche. An den Eingängen der Sperrzone, die für den Besuch des US-Präsidenten Barack Obama rund um Dresdens Neumarkt errichtet wurde, mussten sich Besucher und Musiker Sicherheitskontrollen unterziehen.
Kristjan Järvi dirigierte das hr-Sinfonieorchester mit gelbem Akkreditierungsbändchen am Handgelenk. Festspiel-Intendant Jan Vogler war in zwei Dresdner Erstaufführungen solistisch am Violoncello zu hören. Das ihm gewidmete neue Werk wurde vom Publikum begeistert gefeiert. In der zweiten Konzerthälfte erklangen Elliot Carters Cellokonzert und Sergej Rachmaninows «Sinfonische Tänze». In Abwesenheit des US-Präsidenten erklang zum Schluss die amerikanische Nationalhymne - dies darf ebenfalls als seltenes Ereignis gelten, wenn sie nicht sogar das erste Mal überhaupt live in einem Dresdner Konzert erklang.
Die Einlasskontrollen verliefen problemlos. Die Besucher und Künstler, die nicht im umzäunten Areal wohnen, wurden nach einem Café-Besuch schließlich zur «Sperrstunde» um 23.45 Uhr hinauseskortiert.