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Dresdner Musikfestspiele werden 2013 very british

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Dresden - Nach dem "Herz Europas" gibt bei den 36. Dresdner Musikfestspielen 2013 der Inselstaat Großbritannien den Ton an. Das Festival mit dem Titel "Empire" widme sich der reichen Musiktradtion des Landes, sagte Intendant Jan Vogler am Dienstg in Dresden. Vom 11. Mai bis 2. Juni sind mehr als 40 Konzerte geplant.

 

Der Titel stehe sowohl für das britische Weltreich als auch für das meist verhängnisvolle Streben nach einem "Empire", sagte Vogler. Dies habe den sächsischen Hof genauso beschäftigt wie die russischen Zaren oder die Habsburger Kaiser. Auf Plakaten werben die Veranstalter für das kommende Festival mit einer typisch-britischen roten Telefonzelle.

Das Programm bietet englische Chorwerke der Renaissance, Kompositionen der Spätromantik und Werke Benjamin Brittens. Zu den Höhepunkten dürfte die Eröffnung des Festivals zählen. Dabei sind in der Semperoper die New Yorker Philharmoniker unter Leitung von Alan Gilbert zu hören. Vogler spielt in dem Konzert selbst Violoncello.

Der Intendant verwies auf die Geschichte des traditionsreiches US-Orchesters. Es sei über 50 Jahre nach der amerikanischen Unabhängigkeit von Großbritannien gegründet worden und zähle zu den wichtigsten Kulturbotschaftern seiner Heimatstadt. Die New Yorker Philharmoniker treten außerdem in der Gläsernen VW-Manufaktur auf.

New Yorker Philharmoniker eröffnen Festival

Dort erklingt ein eigens neu konzipiertes Werk des finnischen Komponisten Magnus Lindberg. Bereits kurz vor der Festspiel-Eröffnung geben die Philharmoniker unter der Rubrik "Musikfestspiele zu Gast" in Berlin ein Konzert.

Vogler sagte, dass die Musikfestspiele auch zunehmend auf Gäste von außerhalb nach Dresden holen wollten. "Wir wollen Dresden mit der Welt verbinden." Die Veranstalter wollten internationaler arbeiten. Zu weiteren Gästen aus dem Ausland zählen das britische Kammerorchester Academy of St. Martin in the Fields, das Philharmonia Orchestra London und das City of Birmingham Symphony Orchestra.

Zudem soll der britische Humor nicht zu kurz kommen: Vogler kündigte einen Auftritt des Ukulele-Orchestra of Great Britain an. Das Ensemble mit den kleinen Zupfinstrumenten sei sehr humorvoll. "Ich bin gespannt, wie das in der Semperoper wirkt", sagte Vogler. Eine Rolle im Programm spielt zudem das Festjahr zu Richard Wagners 200. Geburtstag.

So würdigen zwei Kooperationsveranstaltungen mit der Sächsischen Staatskapelle und Christian Thielemann den Komponisten. Beim vergangenen Festival 2012 kam vor allem Musik aus dem Städtedreieck Prag, Wien und Budapest, dem "Herzen Europas", zur Aufführung.
 

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