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Einblick in das Schaffen von John Cage in der Staatsgalerie Stuttgart

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Stuttgart - Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt ab Samstag (21. Juli) zum Teil erstmalig Archivmaterial zu dem Komponisten und bildenden Künstler John Cage (1912-1992). Anlässlich des 100. Geburtstags des US-Amerikaners wurde eine Ausstellung mit dem Titel "It's John. John Cage" organisiert, "die einem den Menschen Cage näher bringt", sagte die stellvertretende Leiterin der Staatsgalerie, Ina Bonzen.

 

John Cage gilt als Impulsgeber der Neuen Musik sowie von Kunstformen wie Happening, Fluxus und Pop Art. "Er war wahnsinnig vielseitig und hat viele Leute mit seinen Ideen beeinflusst" sagte die Kuratorin Barbara Six. Neben dem noch nie gezeigten Material aus dem Archiv des Markgröninger Zahnarztes Hanns Sohm werden in der Ausstellung auch 23 Druckgrafiken, zwei Zeichnungen und einer Skulptur ausgestellt. Dazu zählen Vorarbeiten zu John Cages Buch "Notations" sowie ein Entwurf einer Werbebroschüre für das Buch.

Die Ausstellung soll einen Einblick in das Schaffen von Cage geben, von Gedichten über Musik bis hin zu grafischen Arbeiten. Die Werke von Cage zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Gestaltung über das chinesische Zufallsprinzip des I-Ging ermittelt wurde. "Ein strenger und doch regulierter Prozess", beschreibt Kuratorin Bettina Kunz.

Jedes Stück durch Zufallsprinzip ein Unikat
In der Blattreihe "Where R = Ryoanji" bestimmte Cage mithilfe des I-Ging die Positionen von 15 Steinen, deren Kontur er in einem Rechteck wiederholt nachzeichnete. "Jedes Blatt ist sozusagen ein Unikat", sagte Kunz. Mehr als 150 Zeichnungen und sechs Radierungen erstellte Cage zwischen 1983 und 1992 in der Ryoanji-Reihe. Mit dem Plexigramm "Not Wanting to Say Anything About Marcel" wird auch eine seiner ersten Arbeiten der bildenden Kunst gezeigt.

Die Ausstellung im Graphik-Kabinett der Staatsgalerie beginnt am Samstag (21. Juli) und ist bis 11. November geöffnet. Am Sonntag (22. Juli) findet um 11.30 Uhr zudem eine Matinée mit den beiden Kuratorinnen und Musik von John Cage statt.
 

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