New York - Das Pittsburgh Symphony Orchestra will das Publikum bei seiner Ende August beginnenden Europatournee mit einem ganz besonderen Klang begeistern. «Europa ist gesegnet mit großen Orchestern, aber nicht alle haben sich ihren eigenen, spezifischen Klang bewahrt.
Dem Pittsburgh Symphony Orchestra ist das meiner Meinung nach gelungen, und wir wollen zeigen, wie man klassische Stücke auf unsere Art spielen kann», sagte Chefdirigent Manfred Honeck der Nachrichtenagentur dpa. «Das Orchester spielt mit einer enormen Energie, und dadurch werden die Konzerte ein besonderes Erlebnis.»
Amerikanische Orchester seien sehr spontan, ohne dabei weniger präzise zu sein. «Ich mag keine Routine», sagte der Österreicher. Auch die klassische Musik biete genügend Möglichkeiten und sei sehr flexibel: «Es gibt viele Türen. Plötzlich steht man in einem anderen Raum, plötzlich ändert sich das Tempo, werden Akzente anders gesetzt - eine hundertstel Sekunde kann manchmal die ganze Stimmung eines Stücks verändern.»
Auf seiner Europa-Tournee ist das Orchester bei großen Festivals zu Gast. Die Hälfte der acht Spielorte liegt in Deutschland. Die Tournee beginnt am 29. August beim Grafenegg Festival in Niederösterreich, am 31. August eröffnen die Pittsburgher das Musikfest Berlin und sind dann erstmalig beim George Enescu Festival in Rumänien zu Gast. Nach einem Konzert in Paris geht es nach Düsseldorf, Frankfurt und zum Lucerne Festival. Den Abschluss bilden zwei Konzerte Mitte September beim Beethovenfest in Bonn.