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Helene Hegemann bringt Wedekinds «Musik» auf die Bühne

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Köln - Mit ihrem Debütroman «Axolotl Roadkill» sorgte Helene Hegemann 2010 für Furore: Die einen hielten die damals noch nicht 18-Jährige für ein etwas altkluges Schreibgenie, die anderen warfen ihrer eigenwilligen Zitattechnik freches Plagiat vor. Jetzt wendet sich die vielseitige Künstlerin an der Kölner Oper erstmals dem Musiktheater zu.

 

In der Spielstätte Palladium bringt sie am Samstag «Musik» nach dem gleichnamigen Drama von Frank Wedekind zur Uraufführung. Hegemann hat aus dem Schauspiel ein Libretto destilliert und führt Regie, der Komponist Michael Langemann - ein Schüler von Manfred Trojahn und George Benjamin - hat die Musik komponiert.

Wedekinds «Sittengemälde» erzählt vor dem Hintergrund des spätwilhelminischen Bürgertums die schwüle Geschichte einer Gesangsschülerin, die von ihrem Lehrer zweimal geschwängert wird, einmal abtreibt, dafür ins Gefängnis kommt und am Ende sitzen gelassen wird. Von Wedekinds Vorlage hat Hegemann nach eigenen Worten «vielleicht 10 bis 20 originale Sätze» übrig gelassen. Das Experiment enthält Sprechpartien, Video-Strecken, Tanzeinlagen und Passagen symphonischer Musik. Eine Art multimediales Musiktheater mit Popelementen.

Besetzt ist das Spektakel bis auf Henryk Böhm in der Rolle des Gesangslehrers mit Mitgliedern des Kölner Opernensembles, am Pult des Gürzenich-Orchesters steht Walter Kobéra.

Weitere Vorstellungen:
Mi 11. Dez. 2013
Sa 14. Dez. 2013
Do 19. Dez. 2013
So 22. Dez. 2013
 

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