Bamberg - In Bamberg hat am Freitag der Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb begonnen. Zwölf Teilnehmer - darunter drei Frauen - stellen sich der Jury vor. Sie stammen aus Griechenland, Taiwan, Österreich, Israel, Japan, Venezuela, Südkorea, Finnland und den USA. Die Finalisten waren aus mehr als 400 jungen Musikern aus 60 Nationen ausgewählt worden.
Am kommenden Donnerstag (13. Juni) wird der Sieger gekürt, das Abschlusskonzert findet einen Tag später statt. Ausrichter des Wettstreits sind die Bamberger Symphoniker.
Deren Chefdirigent Jonathan Nott sagte: «Für junge Dirigenten sind Foren wie Wettbewerbe, die ihnen die Möglichkeit bieten, sich im direkten Vergleich mit Kollegen über den Stand des eigenen Könnens zu vergewissern, immens wichtig.»
Erfolg beim Dirigentenwettbewerb sei meist ein deutlicher Karrieresprung, ergänzte Intendant Wolfgang Fink. Tatsächlich gewann gleich bei der ersten Auflage des Wettbewerbs, der alle drei Jahre stattfindet, ein Mann, der danach eine Weltkarriere startete: Gustavo Dudamel ist heute Chefdirigent des Los Angeles Philharmonic Orchestra und hat zahlreiche Engagements bei renommierten Orchestern.
Beim diesjährigen Wettbewerb müssen die Nachwuchskünstler zum Beispiel Werke von Gustav Mahler, Joseph Haydn oder auch Alban Berg dirigieren. Zur Jury gehören Dirigenten, Komponisten, Musikmanager und Gustav Mahlers Enkelin Marina Mahler.