Die Messiaen-Tage 2025 setzen ihren erfolgreichen Auftakt mit einem Programm fort, das nicht nur musikalische Höhepunkte, sondern auch eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Geschichte, der Kunst und dem Überleben im Kontext des Zweiten Weltkriegs bietet.
Nach der Aufführung vom „Quartett für das Ende der Zeit“ am 15. Januar 2025, das 84 Jahre nach seiner Uraufführung am historischen Ort – dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A Görlitz (heute Zgorzelec) – erklang, fahren die die Messiaen-Tage vom 25. Bis zum 27. April 2025 mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in Görlitz und Zgorzelec fort. Diese widmen sich sowohl der Kunst als auch dem Gedenken an die Opfer der Kriegsgefangenschaft und der Tragik des Zweiten Weltkriegs – aber auch der aktuellen Lage in Europa und der Welt: Diese macht die Themenschwerpunkte des Festivals für Musik – Geschichte und Kunst aktueller denn je!
- Tickets sind ab sofort unter www.messiaen-tage.eu verfügbar! -
Bereits zu Beginn am Freitag, dem 25. April 2025, wird mit einer Flashmob-Aktion in der Görlitzer Altstadt ein künstlerischer Akzent gesetzt, der das klassische Künstler-Zuschauer-Verhältnis hinterfragt und die Kunst direkt zu den Menschen bringt. Am gleichen Tag folgen der einleitende Eröffnungsvortrag „Kraft in der Krise“ mit einer Performance sowie das Konzert des Ganna Ensembles, das die ukrainische Volksmusik mit modernen Jazz-Elementen vereint und eine tief bewegende Darbietung des ukrainischen Widerstands darstellt.
Besondere Bedeutung erhält das Orgelkonzert am Samstag, dem 26. April, in der Kathedrale St. Jakobus in Görlitz, das mit Werken von Olivier Messiaen sowie von Marcel Dupré und Charles-Marie Widor einen eindrucksvollen Bogen zwischen der religiösen Symbolik und den Erlebnissen in Kriegsgefangenschaft schlägt.
Das Konzert „Poetische Federlese“ mit Klavier von Lorenzo Soulès und Lesung von Martina Gedeck ist ein weiteres Highlight der Messiaen-Tage 2025 und findet am Samstag, den 26. April 2025, um 19:00 Uhr in der Rabryka in Görlitz statt. Es wird in Kooperation mit dem Lausitz Festival präsentiert.
Am gleichen Tag widmet sich die Diskussion „Freiheitskampf“ der aktuellen geopolitischen Situation, mit einem besonderen Fokus auf die Rolle der Ukraine und der europäischen Werte. Hier wird die politische Tragkraft von Musik und Kunst im Kontext des Krieges und der Freiheit thematisiert.
Die Messiaen-Tage 2025 haben sich der Aufgabe verschrieben, nicht nur das kulturelle Erbe von Olivier Messiaens, sondern mit und durch sein Schaffen die Erinnerung an und Geschichte um das Stalag VIII AGörlitz lebendig zu halten. Ein Schlüsselelement ist die enge Verknüpfung von Kunst und Erinnerung: In einer Führung am Sonntag, dem 27. April 2025, werden die Einzelschicksale Kriegsgefangener thematisiert und den persönlichen Tragödien hinter den Opferzahlen ein Gesicht gegeben.
Auch der Vortrag „Die Macht der Musik“ stellt die Bedeutung der Musik im Kontext der Kriegsgefangenschaft heraus und beleuchtet, wie sie als Mittel zum Überleben und gleichzeitig als Instrument des Terrors eingesetzt wurde.
Mit einer Vielzahl an Konzerten, Vorträgen, Lesungen und Diskussionen setzen die Messiaen-Tage einen nachhaltigen Akzent der Erinnerung und Kultur, der sowohl lokale als auch internationale Perspektiven miteinander verbindet.
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Messiaen-Tage 2025 – Kultur und Erinnerung in bewegenden Klängen
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Messiaen-Tage 2025 – Kultur und Erinnerung
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