München - Karlheinz Stockhausens Opern-Zyklus «Licht» gilt als ein Schlüsselwerk der deutschen Nachkriegs-Avantgarde. Mit «Samstag aus Licht» bringt die musica viva, die Gegenwartsmusikreihe des Bayerischen Rundfunks (BR), einen Tag aus dieser ungewöhnlichen «Schöpfungsgeschichte» zur Aufführung.
Präsentiert werden die vier Szenen des Werkes ab Mittwoch bis zum 1. Juli an drei unterschiedlichen Orten in München: der Muffathalle, dem Herkulessaal und der St. Michaels-Kirche in der Münchner City. Stockhausen war 2007 gestorben. Er hatte fast 30 Jahre an seinem 2003 vollendeten, zuweilen als esoterisch kritisierten Opernzyklus gearbeitet.
Gespielt wird «Samstag aus Licht» als deutsche Erstaufführung in der vom Komponisten selbst eingerichteten halbszenischen Fassung mitGesten, Aktionen, Kostümen und Requisiten. Neben zahlreichen Vokal- und Instrumentalsolisten sind das Kölner Ensemble musikFabrik sowie Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks an der aufwendigen Realisierung beteiligt. Koordiniert wird das musiktheatralische Spektakel von den Dirigenten Ingo Metzmacher und Rupert Huber.