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Barby/Magdeburg (ddp). Im sachsen-anhaltischen Barby soll in den nächsten Jahren ein Zentrum für Rock- und Popmusik entstehen. Kernstück des MIC (Mitteldeutsches Centrum für Pop-Rock-Art) soll der Zug sein, mit dem Udo Lindenberg am Tag der Deutschen Einheit 2003 in Barby noch einmal eine symbolische Mauer durchbrochen hatte.
Aus dem «Sonderzug aus Pankow» solle eine rund 360 Meter lange Gemäldegalerie werden, sagte Matthias Hilbig vom Architekturbüro Planquadrat am Dienstag in Magdeburg. Daneben seien Proberäume, Aufnahmestudios, ein Themenhotel sowie ein Nachtclub auf dem Gelände geplant.
Lindenberg sei von der Idee begeistert und habe seine Unterstützung zugesagt. Mit der Deutschen Bahn werde bereits über den Kauf des Gründstücks auf dem still gelegten Bahnhofsgelände der Stadt verhandelt, sagte Hilbig. Baubeginn könnte bereits im kommenden Jahr sein. Zu den Kosten des Projekts wollte sich Hilbig nicht äußern. Eine Investorengruppe wolle die Finanzierung übernehmen.
Am 3. Oktober 2003 war Lindenberg mit einem mit zahlreichen Prominenten besetzten Zug von Berlin-Pankow nach Magdeburg gefahren. Kurz vor seiner Ankunft hatte der Zug in der Stadt Barby unter dem Jubel hunderter Schaulustiger symbolisch eine Mauer aus Styropor durchbrochen. Lindenberg war schon in den 70er Jahren in der DDR beliebt. Mit seinem 1983 komponierten Song «Sonderzug nach Pankow» erreichte er einen weiteren Popularitätsschub in Ost und West. In dem Lied bat er damals die SED-Führung um Erlaubnis für einen Auftritt in Ost-Berlin. Im selben Jahr gab er dann auch dort sein erstes Konzert.