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Zum 80. Geburtstag Erinnerungen an den Autor Fühmann

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Eine Geburtstagsfeier zum 80. des Autors Franz Fühmann (1922-1984) wird heute im Berliner Kino «Toni» ausgerichtet. Zunächst wird der Dokumentarfilm «Das Bergwerk» von Karl-Heinz Mund gezeigt, der sich mit dem Lebenswerk des Schriftstellers beschäftigt.

Berlin (ddp-bln). Daran schließt sich eine Gesprächsrunde an, zu der Fühmann-Biograf Hans Richter erwartet wird. Fühmann, am 15. Januar 1922 in Rokytnice (Tschechoslowakei) geboren, wurde nach dem Abitur Soldat und kam in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Seit 1950 lebte er als freischaffender Schriftsteller in Ost-Berlin. In den 50er Jahren trat er zunächst mit Gedichten hervor, in denen er sich mit der Zeit des Faschismus auseinandersetzte. Auch in seinen ersten Prosaveröffentlichungen wandte er sich diesem Thema zu. Erzählungen trugen überwiegend autobiografische Züge, so in dem Band «Das Judenauto». 1962 veröffentlichte Fühmann die Reportage «Kabelkran und Blauer Peter». Auch für Kinder und Jugendliche schrieb der vielseitige Autor, darunter Nachdichtungen von Stoffen der Weltliteratur. Auch als Nachdichter von tschechischer und ungarischer Lyrik machte er sich einen Namen. Einen Höhepunkt seines Schaffens bildete sein Ungarn-Tagebuch «22 Tage oder Die Hälfte des Lebens». Er starb 1984 in Berlin.