Wegen Bauarbeiten am Gewandhaus stehen dem Zwickauer Theater ab der kommenden Spielzeit sieben Ersatzspielstätten in der Stadt zur Verfügung. Einige Preise werden ermäßigt, um dem Publikum wegen der Unannehmlichkeiten entgegenzukommen, wie Geschäftsführerin Sandra Kaiser am Donnerstag sagte. „Das gilt beispielsweise für den Malsaal, der gegenüber liegt.“ Im Moment wird das Gebäude geräumt, am Monatsende soll der Umbau beginnen, der voraussichtlich bis 2019 dauern und rund 14 Millionen Euro kosten soll.
Laut Kaiser weichen die Veranstaltungen in Schulaulas, Konzerthäuser und Kirchen aus, darunter in den Dom St. Marien. In dem Jahrhunderte alten Gewandhauses im Eigentum der Stadt sollen der Brandschutz modernisiert sowie Dach, Fassade, Zuschauerbereich erneuert werden.
Die leichte Erhöhung der Eintrittspreise für die Saison 2016/17 bewegt sich nach Angaben der Geschäftsführerin im Schnitt bei zwei Euro und ist die erste seit zwei Jahren. „Wir leiden unter dem ständigen Kostendruck und Zuschuss-Kürzungen“, sagte sie. Bis 2025 müssten noch 60 der 333 Personalstellen abgebaut werden. Zudem will das Theater einige Abonnements abschaffen und mit einer Theater-Card in zwei Varianten neue Gäste anlocken.