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Berlin: Ausstellung «100 Jahre Rupprecht Geiger» in Neuer Nationalgalerie +++ Potsdam: Rohkunstbau startet mit Benefizauktion zur Gründung einer Stiftung +++ Gusow: Dorfkirchen im Oderbruch öffnen sich für Kunst
Berlin: Ausstellung «100 Jahre Rupprecht Geiger» in Neuer Nationalgalerie
Berlin (ddp-bln). Mit der Ausstellung «100 Jahre Rupprecht Geiger» ehrt die Neue Nationalgalerie am Potsdamer Platz in Berlin ab dem kommenden Freitag (18. Juli) den Münchner Maler. Geiger hatte am 26. Januar 2008 seinen 100. Geburtstag gefeiert, wie das Museum mitteilte. Dessen Schaffen nehme in der deutschen Farbfeldmalerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine herausragende Stellung ein. In der Oberen Halle der Neuen Nationalgalerie werden wenige, großformatige Arbeiten wie die vierteilige Rauminstallation für die XXV. Biennale Sao Paulo 2001/02, die beiden acht Meter hohen Fahnen «Morgen Rot Abend Rot» der Spitalkirche Heiliggeist in Landshut von 2000 und die «Rote Trombe» von 1985 zu sehen sein. Im Sockelgeschoss werden die «shaped canvases» von 1948/49 und einige weitere Gemälde aus der 60er Jahren gezeigt. Zu der bis zum 5. Oktober gezeigten Ausstellung erscheint Anfang August ein Katalog mit Aufnahmen aus der aktuellen Schau.
Potsdam: Rohkunstbau startet mit Benefizauktion zur Gründung einer Stiftung
Potsdam (ddp-lbg). Zeitgenössische bildende Kunst zum Thema «Brüderlichkeit» wird ab heute (13. Juli) bei der 15. Rohkunstbau-Ausstellung gezeigt. Nach der Eröffnung der Schau in der Potsdamer Villa Kellermann am Heiligen See ist eine Benefiz-Kunstauktion vorgesehen. Der Erlös solle zur Gründung einer Stiftung Rohkunstbau verwendet werden, betonte Rohkunstbau-Begründer Arvid Boellert.
Unter den Auktionshammer kommen Werke von Künstlern, die bereits an Rohkunstbau-Ausstellungen teilgenommen haben, darunter ein Bild des Potsdamers Steffen Mühle und eine Bronzeplastik der Londonerin Laura Ford. Die Schätzpreise der 17 Kunstwerke liegen zwischen 600 und 6000 Euro.
Die neue Stiftung Rohkunstbau soll den Erhalt der jährlichen Kunstausstellung sichern und sie nach Möglichkeit in einem festen Domizil unterbringen. Seit 2006 sind die Organisatoren auf der Suche nach einem ständigen Sitz. Dieser würde den Aufbau einer Kunst-Sammlung und einen ganzjährigen Ausstellungsbetrieb ermöglichen.
Bis dahin sind die Rohkunstbau-Ausstellungen auf jeweils drei Monate im Jahr begrenzt. Bis zum 5. Oktober sind die Arbeiten der zehn für 2008 eingeladenen Künstler zu sehen. Diese wurden zum Teil speziell auf die Räume der Villa Kellermann abgestimmt.
Der regelmäßige Ausstellungsbetrieb beginnt am Donnerstag (17. Juli). Die Schau ist dann donnerstags und freitags von 14.00 bis 19.00 Uhr und am Wochenende von 12.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
Gusow: Dorfkirchen im Oderbruch öffnen sich für Kunst
Gusow (ddp-lbg). Im Oderbruch-Dorf Gusow ist am Sonntagnachmittag die zweite Brandenburger Kirchen-Kunst-Route eröffnet worden. Acht Künstler zeigen in der Gusower Dorfkirche und in weiteren sieben Gotteshäusern im Oderbruch bis zum 19. September ihre Malereien, Bildhauerarbeiten und Installationen. «Die Kirchen sind in dieser Zeit für die Besucher täglich von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet», sagte Bernd Janowski vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg. Der Förderkreis ist Träger der Kirchenkunst-Route. «Wir suchen hier die Verbindung von Kunst und Kirche, um die Dorfkirchen einem breiteren Publikum als nur den Kirchgängern bekanntzumachen», sagte Janowski. Für viele Künstler sei zudem die Präsentation ihrer Kunst im Kontext mit kulturhistorisch wertvollen Gotteshäusern spannend.
Die Kirchen-Kunst-Route im Oderbruch ist die zweite derartige Aktion des Förderkreises Alte Kirchen. Auch im vergangenen Jahr hatten Künstler ihre Werke in mehreren Dorfkirchen der Uckermark ausgestellt.