Ukrainische Musik. Idee und Geschichte einer musikalischen Nationalbewegung in ihrem europäischen Kontext +++ Das RIAS Jugendorchester 1948–2012 +++ Max Bruch und Philipp Spitta im Briefwechsel, hg. v. D. Kämper (Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte, Bd. 175)
Ukrainische Musik. Idee und Geschichte einer musikalischen Nationalbewegung in ihrem europäischen Kontext, hg. v. L. Kyyanovska/H. Loos, Gudrun Schröder Verlag, Leipzig 2013, 238 S., Abb., € 23,-, ISBN 978-3-926196-66-8
Wie fruchtbar sich einst der Kulturaustausch zwischen den heute so plump nationalistisch agierenden Konfliktparteien gestaltete, wird in dem Band ebenso deutlich wie die Problematik von nationalen Identitätskonstruktionen. Beiträge zu lokalen Traditionen, einzelnen Komponisten und den Beziehungen zu benachbarten Ländern bieten einen differenzierten Blick auf die Kultur des aktuellen Krisenherdes.
Das RIAS Jugendorchester 1948–2012, hg. v. Chr. Reichart, Berlin 2013, 262 S., Abb., CD
Vor zwei Jahren kam das endgültige Aus für das einst vom „Radio im Amerikanischen Sektor“ Berlins gegründete Jugendorchester, das trotz seines hohen Renommees nach der Auflösung des RIAS unter dem Dach des Deutschlandradio keine ausreichende Finanzierung mehr fand. Was bleibt sind Rundfunkproduktionen und die vorliegende Dokumentation zu einer verloren gegangenen Nachwuchsförderung mit einer beeindruckenden Liste an Uraufführungen, großen Dirigentennamen und Solisten.
Max Bruch und Philipp Spitta im Briefwechsel, hg. v. D. Kämper (Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte, Bd. 175), Merseburger, Kassel 2013, XXXVIII + 389 S., Abb., € 59,00, ISBN 978-3-87537-336-3
Obwohl der streitbare Konservative Bruch zu den großen Namen des 19. Jahrhunderts gehört, ist vom umfangreichen Werk kaum mehr als das 1. Violinkonzert bekannt. Der aufschlussreiche Briefwechsel mit dem Musikwissenschaftler und Bach-Biografen Spitta lenkt den Blick auf Bruchs Opernpläne und die großen oratorischen Werke aus den Zeiten des Kulturkampfes und der Wilhelminischen Ära.