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Einen filmmusikalischen Leckerbissen gibt es neu auf Video: „O Brother, Where Art Thou“ von den inzwischen bereits legendären Coen-Brothers, die dieses Mal George Clooney, John Turturro und Tim Blake Nelson auf eine skurrile Reise durch die Südstaaten der 30er-Jahre schicken. Kaufen lohnt sich...

Einen filmmusikalischen Leckerbissen gibt es neu auf Video: „O Brother, Where Art Thou“ von den inzwischen bereits legendären Coen-Brothers, die dieses Mal George Clooney, John Turturro und Tim Blake Nelson auf eine skurrile Reise durch die Südstaaten der 30er-Jahre schicken. Kaufen lohnt sich...Neu bei Arthaus Musik

Amilcare Ponchielli: La Gioconda, Wien 1988, 100 232
„What price immortality“. Dokumentation Edvard Grieg, 100 236
Joint Concert Tel Aviv 1990, Berliner Philharmoniker und Israel Philharmonic, Zubin Mehta, 100 068

Schall & Rauch
Seine Melodien sind bis heute unvergessen, aber kaum jemand weiß diese ihrem musikalischen Urheber Werner Richard Heymann zuzuordnen. 1896 im ostpreußischen Königsberg geboren, gehörte er zu den bedeutendsten Filmkomponisten im Europa und Hollywood der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aus seiner Feder stammt Musik zu Filmen wie „Die drei von der Tankstelle“, „Ninotschka“, „Bomben auf Monte Carlo“ oder „Der Kongress tanzt“. Hits wie „Du bist das süßeste Mädel der Welt“ oder „Irgendwo auf der Welt gibt‘s ein kleines Stückchen Glück“ schrieben Kinogeschichte und wurden zu Evergreens, mit denen sich die Namen Lilian Harvey, Willi Fritsch, Greta Garbo, Heinz Rühmann und viele andere mehr verbinden. Im Berlin der 20er-Jahre machte Heymann an der Seite von Mischa Spoliansky und Friedrich Hollaender auf sich aufmerksam im legendären Kabarett „Schall und Rauch“ sowie an der „Wilden Bühne“ gemeinsam mit Trude Hesterberg. Die Biografie Werner Richard Heymanns gestaltet sich ebenso facettenreich wie seine künstlerische Produktion, die nicht ausschließlich im Zeichen von Bühne und Film stand. Seine autobiografischen Erinnerungen hat Heymann in den letzten Lebensjahren auf Tonband diktiert. Nachzulesen sind diese nun in einer von Hubert Ortkemper redigierten Fassung. Sorgfältig recherchierte Kommentare ergänzen Briefe und andere Zeugnisse, die Licht auf ein deutsch-jüdisches Schicksal des 20. Jahrhunderts werfen.

Werner Richard Heymann/Hubert Ortkemper (Hg.): „Liebling, mein Herz läßt dich grüßen“. Der erfolgreichste Filmkomponist der großen Ufa-Zeit erinnert sich. Henschel Verlag, Berlin 2001, 320 Seiten + Begleit-CD, 48 Mark.

Weitere Neuerscheinungen:

Hans-Jürgen Schaal: Jazz-Standards. Das Lexikon. Bärenreiter Verlag 2001, 592 Seiten, 68 Mark.
Constantin Floros: Alban Berg und Hanna Fuchs. Die Geschichte einer Liebe in Briefen. Arche Verlag 2001, 173 Seiten, 39 Mark.
Andrea Meyer/Ulrich Scheideler (Hg.): Autorschaft als historische Konstruktion. Arnold Schönberg. Vorgänger, Zeitgenossen, Nachfolger und Interpreten. Metzler Verlag 2001, 352 Seiten, 78 Mark.
Constanze Rora: Ästhetische Bildung im musikalischen Gestaltungsspiel. Wißner Verlag 2001 (Forum Musikpädagogik, Bd. 46), 208 Seiten, 49 Mark.yd

Elisabeth Weinzierl/Edmund Wächter: Flöte spielen. Die neue Querflötenschule, Band A, Ricordi Sy 2675, mit CD.

Das Flötenlehrer-Duo Weinzierl-Wächter hat den ersten Band ihrer bekannten Schule „Lern Querflöte spielen“ für Anfänger ein wenig umgebaut, für kleine Lernschritte neue eingeteilt (Band B und C folgen in wenigen Wochen) und mit einem breite(re)n stilistischen Spektrum sicherlich den Spaß gesteigert, unterstützt von einer Mitspiel-CD.

Piano 2000. L’arc-en-viel au nouveau millénaire, Zen-On Music, 14 Originalkompositionen für Klavier. Tokyo (über Boosey & Hawkes Bote & Bock).

Ein zweifaches Klavierfest: Hommage à J.S. Bach zum 250. Todestag und dazu 500 Minuten neues, fernöstliches Klangerleben aus schwarz-weißen Tasten. Aufregend, was zehn junge Japaner hierzu nachempfunden, was sie sich dabei (aus)gedacht und hineinkomponiert haben. Das erleben wir in zehn originellen Klavierstücken, verstanden als ein „Regenbogen zu einem neuen Jahrtausend“, jedes von ganz persönlichem Ausdruck.

Georges Onslow (1784–1852): Streichquintett Nr. 30 e-Moll op. 74. Doblinger DM 1226, Partitur und Stimmen.

Onslows Faible für den Kontrabass verpasst all seinen Streichquintetten einen interessanten fülligen Charakter.

Nicolò Paganini: Quartetto I für 2 Violinen, Viola und Violoncello. Lienau RL 40430 . ISMN M- 011-40430-0. Partitur und Stimmen.

So wie man ihn nicht kennt: ohne halsbrecherische bravouröse Skalen, sondern brav durchkomponierte Stimmen mit gewisser Führungsrolle des Primarius. Das zeichnet dieses um 1815 entstandene Quartett (und die beiden anderen ohne Opus-Zahl) aus. Mittelschwierig und wegen der gefälligen musikantischen Art gerade auch jungen Ensembles zu empfehlen.

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